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Inter- und transkulturelles Lernen im Englischunterricht der Sekundarstufe II

Das didaktische Modell der Transnational Cultural Studies in Theorie und Unterrichtspraxis

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Philipp Siepmann

Dieses Buch leistet einen Beitrag zur Debatte um eine transkulturelle Öffnung der englischen Kultur- und Literaturdidaktik. Es sucht dazu den Dialog mit den American Studies. Ähnlich wie in der Fachdidaktik hat sich hier mit dem transnational turn eine Revision der kulturtheoretischen Grundlagen vollzogen. Die Transnational Studies untersuchen Amerika im globalen Zeitalter verstärkt hinsichtlich seiner transnationalen und transkulturellen Verbindungen. Basierend auf den Schlüsselkonzepten des Forschungsprogramms der Transnational American Studies sowie auf Ansätzen der Cultural Studies im Englischunterricht entwickelt der Autor ein didaktisches Modell zur Gestaltung inter- und transkultureller Lernprozesse der Sekundarstufe II (Transnational Cultural Studies).
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1. Einleitung

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1.  Einleitung

Globalisierung prägt heute maßgeblich unseren Alltag und lässt sich in vielen Bereichen unseres Lebens konkret erleben: durch den Konsum globalisierter Güter, durch die insbesondere durch Migration voranschreitende Pluralisierung unserer Gesellschaft und, damit einhergehend, eine Diversifizierung von Lebensentwürfen oder durch häufigere Grenzübertritte als Touristen, Studierende oder Berufstätige. Zu den jüngeren Globalisierungstendenzen gehört jedoch auch das Gefühl, dass weit entfernte Konflikte sich auch hierzulande indirekt oder direkt auswirken – wie durch die Zuwanderung und Integration von Asylsuchenden, wirtschaftliche Schwankungen oder die Verbreitung von transnationalem Terrorismus, organisiertem Verbrechen und Menschenschmuggel. Schließlich bedeutet Globalisierung auch neue soziale, politische und ökologische Herausforderungen ungekannter Dimension, wie die Einigung auf Maßnahmen gegen den Klimawandel und den Umgang mit der steigenden Weltbevölkerung.

All diese Entwicklungen stellen heute und zukünftig eine wichtige Aufgabe für schulische Bildung dar. Sie kann einen entscheidenden Beitrag zur Ausbildung eines globalen Bewusstseins leisten und Schülerinnen und Schüler auf ein Studium in der zunehmend internationalisierten akademischen Welt sowie auf ihr Berufsleben in einer globalisierten Arbeitswelt vorbereiten. Eine wesentliche Rolle kommt dabei dem Fremdsprachenunterricht zu, der die sprachlichen Kompetenzen vermittelt, in internationalen Begegnungen sicher zu kommunizieren. Darüber zielt er auf die Ausbildung von interkulturellen Kompetenzen, die Strategien umfassen, mit kultureller Differenz in solchen Gesprächssituationen umzugehen und die zu einer aufgeschlossenen und toleranten Haltung gegenüber anderen Kulturen beitragen sollen.

Die theoretischen Grundlagen interkulturellen Lernens gehen...

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