Show Less
Restricted access

Inter- und transkulturelles Lernen im Englischunterricht der Sekundarstufe II

Das didaktische Modell der Transnational Cultural Studies in Theorie und Unterrichtspraxis

Series:

Philipp Siepmann

Dieses Buch leistet einen Beitrag zur Debatte um eine transkulturelle Öffnung der englischen Kultur- und Literaturdidaktik. Es sucht dazu den Dialog mit den American Studies. Ähnlich wie in der Fachdidaktik hat sich hier mit dem transnational turn eine Revision der kulturtheoretischen Grundlagen vollzogen. Die Transnational Studies untersuchen Amerika im globalen Zeitalter verstärkt hinsichtlich seiner transnationalen und transkulturellen Verbindungen. Basierend auf den Schlüsselkonzepten des Forschungsprogramms der Transnational American Studies sowie auf Ansätzen der Cultural Studies im Englischunterricht entwickelt der Autor ein didaktisches Modell zur Gestaltung inter- und transkultureller Lernprozesse der Sekundarstufe II (Transnational Cultural Studies).
Show Summary Details
Restricted access

3. Das Forschungsprogramm der Transnational American Studies: Perspektiven für den inter- und transkulturellen Englischunterricht der Sekundarstufe II

Extract

← 88 | 89 →

3.  Das Forschungsprogramm der Transnational American Studies: Perspektiven für den inter- und transkulturellen Englischunterricht der Sekundarstufe II

[Die American Studies haben] nicht nur praktisch umsetzbare, sondern der in nahezu allen Lebensbereichen von den USA beeinflussten Welt hoch motivierende und erzieherisch bedeutsame Vorschläge anzubieten und können dabei sowohl von ihrer langen interdisziplinären Erfahrung als auch davon profitieren, dass sie, weil mit den USA als einer Einwanderergesellschaft befasst, das allerorts propagierte und häufig als bloße Leerformel gehandelte Lernziel des intercultural understanding […] einleuchtender als andere zu thematisieren und mit hohem Transferwert zu exemplifizieren vermögen. (Freese 2007:172)

Der Amerikanist Peter Freese weist im obigen Zitat auf die Bedeutung der American Studies für die Vermittlung von interkultureller Kompetenz im Englischunterricht hin und plädiert für einen intensiven Dialog zwischen American Studies und englischer Fachdidaktik. Seine Ausführungen lassen sich ebenso trefflich auch auf die gegenwärtige transkulturelle Öffnung der Kultur- und Literaturdidaktik übertragen. Denn Amerika lässt sich nicht nur als Beispiel eines modernen Einwanderungslandes und einer multikulturellen Gemeinschaft des 21. Jahrhunderts betrachten, sondern ebenfalls als eine durch Einwanderer- und Diasporagemeinschaften, globale Mediennetzwerke und Telekommunikationstechnologien über ihre Landesgrenzen hinaus vielfältig verflochtene, transkulturelle Nation. Wie deshalb in diesem Kapitel argumentiert werden soll, kann die englische Kultur- und Literaturdidaktik auch hinsichtlich der Gestaltung des inter- und transkulturellen Englischunterrichts in der Sekundarstufe II von einem Dialog mit den American Studies profitieren.

So hat sich etwa zeitgleich zu...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.