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Terminologiemanagement

Ein prozessorientierter Ansatz am Beispiel der Automobilindustrie

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Annette Weilandt

Annette Weilandt entwickelt einen innovativen, prozessorientierten Ansatz für die systematische und effiziente Gestaltung terminologischer Prozesse am Beispiel eines Automobilherstellers. Nach einer umfassenden Darstellung der vorhandenen Ansätze der Terminologiewissenschaft beurteilt sie diese auf ihre Anwendbarkeit in der Unternehmenspraxis. Anhand des Fallbeispiels werden die komplexen Einflussfaktoren auf das multilinguale Terminologiemanagement in Unternehmen aufgezeigt. Dabei liefert die Autorin einzigartige Einblicke in die Fachkommunikation in Industrieunternehmen. Der prozessorientierte Ansatz ist auf andere Unternehmen übertragbar, besitzt hohes Anwendungspotenzial und bietet für Theorie und Praxis zugleich einen hohen Nutzen.
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5 Terminologie in der Automobilindustrie

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Nachdem die fachlichen Grundlagen aus Terminologiewissenschaft und Normung sowie die einschlägigen Organisationen in diesem Bereich vorgestellt wurden, sollen in diesem Kapitel Relevanz, Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren der Terminologie in der Automobilindustrie untersucht werden. Zunächst wird dazu in Punkt 5.1 die Entwicklung der Automobilindustrie in den letzten Jahren geschildert. Danach werden in Punkt 5.2 die spezifischen Bedingungen des Fallbeispiels Daimler AG im Hinblick auf Unternehmensstruktur, Dokumentations- und Übersetzungsprozesse sowie terminologische Aktivitäten analysiert. Mit der Darstellung anhand eines Fallbeispiels sollen die realen Bedingungen und Einflussfaktoren herausgearbeitet sowie typische Problemstellungen abgeleitet werden.375 Da ein erfolgreiches Terminologiemanagement immer auf die spezifischen Bedingungen und Anforderungen des einzelnen Unternehmens zugeschnitten sein muss, soll mit Hilfe des Fallbeispiels die Vorgehensweise exemplarisch demonstriert werden. Die ausführliche Analyse dient gleichzeitig als Basis, um Handlungsbedarf und Ansatzpunkte für das prozessorientierte Terminologiemanagement zu identifizieren, für das in Kapitel 6 die Strategie und Prozessmodellierung entwickelt wird. In Punkt 5.3 werden zum Abschluss dieses Kapitels die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und in einem Analysemodell zusammengeführt.

5.1 Bedeutung

Untersucht man die terminologische Fachliteratur, so lassen sich zum Thema Terminologiemanagement in Unternehmen zwei grundsätzliche Aussagen ableiten. Zum einen wird vielfach betont, dass Terminologie und Terminologiemanagement durch die gestiegenen Anforderungen an die Informations-, Dokumentations- und Kommunikationsprozesse in Unternehmen insbesondere in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen haben (vgl. z. B. Wright 1994:51; KÜDES 20022:10; Drewer 2008a:305, 2008b:54). Zum anderen wird aber festgestellt, dass das Terminologiemanagement trotzdem in vielen...

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