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Entwicklungspotenziale von Weiterbildungsnetzwerken

Eine empirisch-qualitative Studie am Beispiel der Landesinitiative HESSENCAMPUS

Claudia Zaviska

Interorganisationale Netzwerke und Kooperationen im Bereich der Weiterbildung gewinnen im Zuge bildungspolitischer Modernisierung zunehmend an Relevanz. Claudia Zaviska untersucht am Fallbeispiel eines bildungsreformerischen Strukturaufbauprogramms, der Landesinitiative HESSENCAMPUS (HC), die Entwicklungspotenziale und Gelingensbedingungen von Weiterbildungsnetzwerken. Dabei werden potenzielle Konflikt- und Spannungsfelder in bildungsbereichsübergreifenden Kooperationsverbünden deutlich. Diese gilt es der Autorin zufolge systematisch zu bearbeiten, damit der Erfolg und die Nachhaltigkeit des Netzwerks gewährleistet werden können.
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Die zentralen Themen dieser Arbeit sind interorganisationale Netzwerke und Kooperationen im Bereich der Weiterbildung/Erwachsenenbildung, die im Zuge aktueller bildungspolitisch-gesellschaftlicher Modernisierung sowohl an praktischer als auch an wissenschaftlicher Relevanz gewinnen. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungstendenzen, die mit dem demographischen Wandel und der Forderung nach innovativen, flexiblen Organisations-/Kooperationsformen – bspw. in Form von bildungspolitischen Reformprogrammen und Organisationsfusionen – einhergehen, stellt sich die Frage nach dem Potenzial von bildungsbereichsübergreifender Kooperation und Vernetzung. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der explorativen Fragestellung, welche Entwicklungspotenziale sich in aktuellen, verfestigten Weiterbildungsnetzwerken beobachten bzw. aus diesen ableiten lassen. Diese Frage wird am Fallbeispiel der Landesinitiative HESSENCAMPUS (HC), die stellvertretend für (bildungs-)politisch initiierte, diagonal-heterogene Kooperationsverbünde steht, erörtert. Der wissenschaftliche Mehrwert dieser Fallstudie besteht in einer Momentaufnahme eines dynamischen Entwicklungsprozesses, die untersuchte Landesinitiative befand sich im Untersuchungszeitraum (2010–2012) in einer hoch ‚sensiblen‘ Phase, d.h. im Übergang aus der Projekt-/Initiierungsphase in die Verstetigungsphase. Einen theoretischen Referenzrahmen für die Untersuchung bilden organisations- und netzwerktheoretische Bezüge, systemtheoretische Überlegungen und mikropolitisch fundierte Spieltheorien, die unter dem Fokus allgemeiner Gelingensbedingungen interorganisationaler, regionaler (Weiterbildungs-)Netzwerke diskutiert werden. Betrachtet man aktuelle Kooperationsprogramme, lose Netzwerke oder bilaterale Kooperationen, wird ersichtlich, dass organisationale Vernetzung neben vielfältigen Vorteilen, bspw. Synergieeffekte, Kostenersparnisse, Regionalisierung und gemeinsame Angebotsentwicklung, auch potenzielle Nachteile birgt (hoher Arbeitsaufwand, Interessenskonflikte etc.).

Zur Beantwortung der Fragestellung gilt es zunächst den Untersuchungsgegenstand zu skizzieren und diesen sowohl begrifflich als auch anhand organisational-struktureller Merkmale zu charakterisieren. Dafür wurde eine felderschließende Vorstudie in Form von leitfadengest...

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