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Entwicklungspotenziale von Weiterbildungsnetzwerken

Eine empirisch-qualitative Studie am Beispiel der Landesinitiative HESSENCAMPUS

Claudia Zaviska

Interorganisationale Netzwerke und Kooperationen im Bereich der Weiterbildung gewinnen im Zuge bildungspolitischer Modernisierung zunehmend an Relevanz. Claudia Zaviska untersucht am Fallbeispiel eines bildungsreformerischen Strukturaufbauprogramms, der Landesinitiative HESSENCAMPUS (HC), die Entwicklungspotenziale und Gelingensbedingungen von Weiterbildungsnetzwerken. Dabei werden potenzielle Konflikt- und Spannungsfelder in bildungsbereichsübergreifenden Kooperationsverbünden deutlich. Diese gilt es der Autorin zufolge systematisch zu bearbeiten, damit der Erfolg und die Nachhaltigkeit des Netzwerks gewährleistet werden können.
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2 Theoretische-begrifflich Annäherung

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„Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie“ (Kurt Lewin)

In diesem Kapitel werden zur theoretischen Einbettung der qualitativ-empirischen Studie beiden gesellschaftlichen Konstrukte Organisation und Netzwerk begrifflich verortet. Der Fokus liegt hierbei auf WB-Organisationen und -Netzwerken, deren spezifische Merkmale und Ausprägungen nachfolgend erläutert werden. Für diese Arbeit werden u.a. die sozialwissenschaftliche Systemtheorie bemüht und mikropolitisch-spieltheoretische Theorieansätze herangezogen, um ein differenziertes Bild von Organisationen und Netzwerken zu entwerfen. Nachfolgend werden die beiden Begriffe zunächst auf einer allgemeinen, theoretisch-begrifflichen Ebene definiert und anschließend aus system- und spieltheoretischer Perspektive betrachtet. Die beiden zentralen Phänomene (WB-)Organisationen und -Netzwerke werden in diesem und im nachfolgenden Kapitel aus einer praxisorientierten Perspektive anhand der folgenden Leitfragen6 beleuchtet: (1) Was ist eine (WB-)Organisation? (2) Wie funktionieren (WB-)Organisationen? (3) Welche spezifischen Merkmale und Ziele weisen (WB-)Organisationen auf bzw. verfolgen diese? (4) Stellt ein interorganisationales (WB-)Netzwerk – in Abgrenzung zur Organisation und Kooperation – eine eigenständige Organisationsform dar? (5) Welche Netzwerkformen existieren? (6) Welcher Mehrwert wird (WB-)Netzwerken und Kooperation zugeschrieben?

2.1 Organisations- und netzwerktheoretische Bezüge

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