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Entwicklungspotenziale von Weiterbildungsnetzwerken

Eine empirisch-qualitative Studie am Beispiel der Landesinitiative HESSENCAMPUS

Claudia Zaviska

Interorganisationale Netzwerke und Kooperationen im Bereich der Weiterbildung gewinnen im Zuge bildungspolitischer Modernisierung zunehmend an Relevanz. Claudia Zaviska untersucht am Fallbeispiel eines bildungsreformerischen Strukturaufbauprogramms, der Landesinitiative HESSENCAMPUS (HC), die Entwicklungspotenziale und Gelingensbedingungen von Weiterbildungsnetzwerken. Dabei werden potenzielle Konflikt- und Spannungsfelder in bildungsbereichsübergreifenden Kooperationsverbünden deutlich. Diese gilt es der Autorin zufolge systematisch zu bearbeiten, damit der Erfolg und die Nachhaltigkeit des Netzwerks gewährleistet werden können.
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7 Fallanalyse einer HC-Steuerungsgruppensitzung

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„Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt“ (Wilhelm Busch)

Nachfolgend werden die empirischen Ergebnisse zwei ausgewählter Beobachtungsprotokolle, die am Ende des Erhebungszeitraums (in der zweiten HC-Aufbauphase) im Rahmen der teilnehmenden Beobachtung angefertigt wurden, dargestellt. Dabei handelt es sich um zwei interne Sondersitzungen121 der untersuchten HC-Steuerungsgruppe. Innerhalb der beiden internen, zeitlich aufeinanderfolgenden Sondersitzung sollten die bisherigen Entwicklung und die bis dato erreichten Ergebnisse reflektiert, bilanziert, mit den eigenen und auf Landesebene vorgegebenen Zielen abgeglichen sowie Perspektiven erörtert werden. Nach der ersten Sondersitzung wurde aufgrund des hohen Diskussionsbedarfs und der thematischen Komplexität einvernehmlich eine zweite, interne Sondersitzung der Steuerungsgruppe zur Fortsetzung der Bilanzierung einberufen (vgl. 3.3.4).

Zu den beiden Sondersitzungen wurden 14 Mitglieder der Steuerungsgruppe eingeladen, von denen jeweils elf Personen an den beiden Terminen teilgenommen haben. Die zu beiden Veranstaltungen eingeladenen Personen vertreten folgende HC-Entwicklungspartner, die in der Expertenbefragung charakterisiert wurden (vgl. 6.2): die VHS, das HKM122, das zuständige Amt, die beteiligten Schulen, ein Dezernat und die außerschulischen Bildungseinrichtungen. An beiden Sondersitzungen waren jeweils drei eingeladene Mitglieder der Steuerungsgruppe verhindert, die sich im Voraus entschuldigten. Insgesamt haben einschließlich des Autors zehn Personen (neun Mitglieder der Steuerungsgruppe) in leicht differierender Konstellation an der ersten und zweiten internen, reflektierenden Sondersitzung der Steuerungsgruppe, die von der Autorin beobachtet und protokolliert wurden, teilgenommen.123 Einleitend werden der im ← 233 | 234 → Erhebungszeitraum im Rahmen der teilnehmenden Beobachtung dokumentierte und analysierte Entwicklungsverlauf, relevante Kernereignisse und typische Handlungsverläufe der Sitzungen (Tagesordnungspunkte, Themen und Diskussionen), komplementär...

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