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Entwicklungspotenziale von Weiterbildungsnetzwerken

Eine empirisch-qualitative Studie am Beispiel der Landesinitiative HESSENCAMPUS

Claudia Zaviska

Interorganisationale Netzwerke und Kooperationen im Bereich der Weiterbildung gewinnen im Zuge bildungspolitischer Modernisierung zunehmend an Relevanz. Claudia Zaviska untersucht am Fallbeispiel eines bildungsreformerischen Strukturaufbauprogramms, der Landesinitiative HESSENCAMPUS (HC), die Entwicklungspotenziale und Gelingensbedingungen von Weiterbildungsnetzwerken. Dabei werden potenzielle Konflikt- und Spannungsfelder in bildungsbereichsübergreifenden Kooperationsverbünden deutlich. Diese gilt es der Autorin zufolge systematisch zu bearbeiten, damit der Erfolg und die Nachhaltigkeit des Netzwerks gewährleistet werden können.
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8 Ergebnissynthese und Fazit

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„Kooperationen mögen einiges kosten – und doch: Sie lohnen sich“ (Dollhausen/Mickler 2012)

In den theoretisch-praxisfeldbezogenen und empirischen Kapiteln wurde der zentralen Fragestellung nachgegangen, welche Entwicklungspotenziale sich in aktuellen, verstetigten WB-Netzwerken (am Beispiel von HC) beobachten lassen. Diese prospektive Fragestellung soll nachfolgend entlang der verschiedenen Unterfragen und unterschiedlichen Materialsorten erneut aufgegriffen und am Beispiel der politisch initiierten Landesinitiative HC beantwortet werden. Die Ergebnisse aus der explorativen Expertenbefragung von sechs ausgewählten HC-Koordinatoren (Vorstudie) ermöglichten eine schärfere Konturierung des Untersuchungsgegenstands und eröffneten den Feldzugang zum Fall. Parallel zu ebenfalls sechs im Rahmen der Fallstudie durchgeführten Experteninterviews wurde eine interne Steuerungsgruppe beobachtet. Die teilnehmende Beobachtung mündete in einer selbstinitiierten, reflektierenden ‚Sonderveranstaltung‘, in der die Mitglieder der Steuerungsgruppe gemeinsam mit Vertretern des HKM ihre Ergebnisse bilanzierten und Zukunftsszenarien zur Weiterführung einzelner Teilprojekte und letztlich zur – programmatisch geforderten – Überführung ihres HC in den Regelbetrieb entwickelten.

Nach einer materialübergreifenden Zusammenfassung der letzten drei Kapitel anhand der peripheren Forschungsfragen und einem kurzem Resümee der zentralen Merkmale des HC werden die Ergebnisse losgelöst von der Sequenzialität mit den im zweiten Kapitel herausgearbeiteten organisations- und netzwerktheoretischen Bezügen – aus einer system- und spieltheoretischen Perspektive heraus – verzahnt, systematisiert, abstrahiert und auf WB-Netzwerke im Allgemeinen übertragen. Entsprechend der unterschiedlichen Materialsorten, Experteninterview und Beobachtungsprotokoll, werden die subjektiven Deutungshorizonte der Experten respektive der HC-Koordinatoren und Steuerungsgruppenmitglieder (Sichtweisen, Einstellungen und Sinnstrukturen) und die in der Fallstudie beobachteten Interaktionen, institutionellen Handlungsroutinen, feldrelevanten Themen und Akteurskonstellationen zusammenhängend dargestellt....

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