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Die Querverweise im Pentateuch

Überlieferungsgeschichtliche Untersuchung der expliziten Querverbindungen innerhalb des vorpriesterlichen Pentateuchs

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Rainer Kessler

Wie ist der Pentateuch, sofern er nicht zur Priesterschrift gehört, entstanden? Wurden durchlaufende Quellen kombiniert? Oder wurden kleinere Einheiten zu größeren Blöcken zusammengefügt, bis schließlich redaktionelle Stellen den Pentateuch als Ganzen überblicken? Die hier erstmals im Druck vorliegende Untersuchung von 1972 – «aus der ganz frühen Phase der kritischen Anfragen an die bis dahin fraglos gültige Drei-Quellen-Theorie» (R. Albertz) – setzt an den Querverweisen zwischen den Überlieferungen an. Sie stellt das Quellenmodell in Frage und plädiert für eine überlieferungsgeschichtliche Lösung. Der deuteronomistischen Redaktion weist sie dabei eine Schlüsselrolle für die Gesamtkomposition zu. In einem Geleitwort nimmt R. Albertz eine forschungsgeschichtliche Einordnung der Arbeit vor.
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Einleitung: Genese und Fragestellung der Arbeit

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Der Gedanke zu der vorliegenden Arbeit geht auf ein alttestamentliches Seminar von Prof. H. W. Wolff in Mainz im Wintersemester 1965/66 zurück. In einer Seminararbeit untersuchte ich die sog. elohistischen Fragmente des Pentateuchs auf ihre Datierung und Lokalisierung hin. In meiner Dissertation wollte ich anfangs eine ausführliche Untersuchung des Elohisten vorlegen.

Nun kann man den Elohisten nur untersuchen, wenn man den Textbestand zuvor abgrenzt, der ihm im Gegensatz zu anderen Pentateuchquellen23 zuzuweisen ist. Für eine Arbeit über den Elohisten wäre es also zunächst nötig gewesen, die einzelnen Argumente für und gegen die Quellenhypothese ausführlich zu prüfen. Erst bei einem für die Quellentheorie positiven Ausgang dieser Untersuchung hätte ich mein ursprüngliches Vorhaben einer Darstellung des Elohisten in Angriff nehmen können. Das hätte praktisch bedeutet, daß die Vorarbeit umfangreicher als die Bearbeitung des Themas ausgefallen wäre, wofern nicht die Vorarbeit das Thema selbst – der Elohist – unmöglich gemacht hätte.

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