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Deutsch-türkische Erzähltexte im interkulturellen Literaturunterricht

Zur Funktion und Vermittlung literaturästhetischer Mittel

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Inga Pohlmeier

Literarisch-interkulturelles Lernen ist das Kernanliegen der interkulturellen Literaturdidaktik. Dieses Buch stellt das Ästhetisch-Literarische in den Mittelpunkt. Am Beispiel deutsch-türkischer Erzähltexte – insbesondere am Jugendroman Der Mond isst die Sterne auf von Dilek Zaptçıoğlu – wird die Funktion literaturästhetischer Mittel untersucht: Welches interkulturelle Potential haben sie? Einen Schwerpunkt bildet die Evaluation von Unterrichtsmethoden, die zur Vermittlung sowohl interkultureller als auch literarischer Ziele geeignet sind.
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6 Literarisch-interkulturelle Bildung durch Der Mond isst die Sterne auf: Didaktische und methodische Konsequenzen

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6.1 Literaturdidaktische Begründungszusammenhänge

Die literaturdidaktische Analyse des Werkbeispiels erfolgt in Anlehnung an ausgewählte Kriterien von Wolfgang Klafki.272 Für den vorliegenden Kontext erscheinen vor allem drei Analysekriterien geeignet. Es handelt sich um die Fragen nach der exemplarischen Bedeutung sowie nach der Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des Gegenstandes. Laut Klafki dienen die Fragen „der Prüfung, ob eine ins Auge gefaßte Thematik (einer Unterrichtseinheit, eines Projekts oder einer Lehrgangssequenz bzw. eines bestimmten Teilelements einer solchen Einheit, eines Projekts oder einer Sequenz) […] didaktisch begründbar [ist]“.273 Klafki betont, „daß die drei Fragen des Begründungskomplexes im Verhältnis wechselseitiger Abhängigkeit voneinander stehen […] [und dass es] dieser Sachverhalt verbietet […], sie in eine verbindliche Reihenfolge bringen zu wollen“. Folglich ist auch die Reihenfolge, in der sie hier erläutert werden, keine Rangfolge.

Zunächst wird der Frage nach der exemplarischen Bedeutung des Jugendromans nachgegangen und untersucht, auf welchen allgemeinen Sachverhalt der spezifische Gegenstand bzw. Inhalt schließen lässt. Es folgt die Analyse der Gegenwartsbedeutung. In diesem Zusammenhang werden potentielle Erfahrungsbezüge des Gegenstandes erläutert. Abschließend wird Klafkis Kriterium der Zukunftsbedeutung untersucht. Dieses entspricht weitgehend der Frage nach der inhaltlich-pädagogischen Relevanz des Jugendromans und soll aus fachspezifischer Sicht (fachlich-literarische Relevanz) ergänzt werden.274 ← 117 | 118 →

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