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Eine theoretische und empirische Studie über Deutungsmuster von Personalverantwortlichen hoch qualifizierter älterer Arbeitnehmer/innen

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Diana Pantlen

Das Buch beschäftigt sich mit der Problematik der Einstellungsfähigkeit älterer akademisch ausgebildeter Arbeitnehmer (Employability), und zwar unter Bezug auf die Beurteilungskriterien, nach denen Personalverantwortliche mittelständischer Unternehmen im Raum Frankfurt/Main hoch qualifizierte Ältere einzustellen bereit sind. Die grundsätzliche Frage lautet: Haben Personalverantwortliche das Problem des demografischen Wandels erkannt und sind sie hinsichtlich ihrer Einstellungskriterien in der Lage, entsprechende Personalentwicklungsstrategien für ältere Arbeitnehmer zu entwickeln? Mit der Aufdeckung, Klassifizierung und Interpretation von Deutungsmustern legt die Autorin die Logik alltäglicher Denkschemata frei, mit denen das Individuum (Personalverantwortliche) seine sozialen Erfahrungen in einen Funktionszusammenhang bringt.
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1 Übersicht

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Die demografische Entwicklung, die die bundesdeutsche Arbeitswelt, ihre Produktivität, ihre Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die Politik zunehmend beanspruchen wird, entwickelt ihre wesentliche Problematik auf zwei Ebenen: Einerseits geht die Geburtenrate seit den 70er Jahren zurück („Pillenknick“), andererseits steigt die Lebenserwartung der Bevölkerung permanent an, sodass der Bevölkerungsanteil Älterer und damit älterer Arbeitnehmer/innen am Arbeitsleben seinerseits zunimmt. Mit der gesteigerten Lebenserwartung steigert sich naturgemäß die Leistungsfähigkeit Älterer. Auf der Ebene der jungen Bevölkerung steigert sich das Problem zurückgehender Geburtenraten dahingehend, dass die Reduktion der Anzahl von Neugeborenen langfristig die Bevölkerungszahl der Bundesrepublik weiter verringert. Demografische Berechnungen demonstrieren, dass die bundesdeutsche Bevölkerung bis 2060 von circa 80 Millionen auf ungefähr 60 Millionen zurückgehen wird (Bundesinnenministerium 2011, S. 7).

Diese demografische Entwicklung zieht zwangsläufig eine Reduktion der Fachkräfteressourcen nach sich, die unter dem Begriff des Fachkräftemangels seit geraumer Zeit diskutiert wird. Diese Problemdimension, die erheblichen Einfluss auf das künftige Produktivitätsniveau der bundesdeutschen Wirtschaft haben kann, lässt die Bedeutung der Integration bzw. Integrationsfähigkeit älterer Arbeitnehmer/innen in die permanent komplexer werdende Arbeitswelt der Bundesrepublik in aller Deutlichkeit zu Tage treten (Miegel, 2002, S. 79).

Etwa ab 2010 machte sich der Mangel an jugendlichen Nachrückern auf den Arbeitsmärkten erstmals deutlich bemerkbar, da die Unternehmen von nun an einen deutlich reduzierten Pool an jüngeren Bewerbern vorfanden (Bosch et al., 2010, S. 27). Da die Rekrutierung jugendlicher Fachkräfte künftig...

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