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Eine theoretische und empirische Studie über Deutungsmuster von Personalverantwortlichen hoch qualifizierter älterer Arbeitnehmer/innen

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Diana Pantlen

Das Buch beschäftigt sich mit der Problematik der Einstellungsfähigkeit älterer akademisch ausgebildeter Arbeitnehmer (Employability), und zwar unter Bezug auf die Beurteilungskriterien, nach denen Personalverantwortliche mittelständischer Unternehmen im Raum Frankfurt/Main hoch qualifizierte Ältere einzustellen bereit sind. Die grundsätzliche Frage lautet: Haben Personalverantwortliche das Problem des demografischen Wandels erkannt und sind sie hinsichtlich ihrer Einstellungskriterien in der Lage, entsprechende Personalentwicklungsstrategien für ältere Arbeitnehmer zu entwickeln? Mit der Aufdeckung, Klassifizierung und Interpretation von Deutungsmustern legt die Autorin die Logik alltäglicher Denkschemata frei, mit denen das Individuum (Personalverantwortliche) seine sozialen Erfahrungen in einen Funktionszusammenhang bringt.
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5.2.7 Auswertung Fall 7

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Im Interview Nr. 7 nimmt die Personalverantwortliche eines Global Player mit 16.500 Mitarbeitern und mit einem Umsatz von rund 2 Milliarden Euro an der Befragung teil (S. 14). Das Unternehmen arbeitet in der Glasbranche und fertigt hochkomplexe Glasprodukte für unterschiedliche Technologiemärkte wie den Automobilbereich, den Pharmabereich, Medizin- oder Kosmetikbereiche (S. 13). Die Personalverantwortliche ist seit zweieinhalb Jahren in ihrer Position, studierte Betriebswirtschaft mit dem Spezialbereich Jura. Sie hat einen Diplomabschluss. Als Global Player mit internationaler Arbeitsbesetzung ist dieses Unternehmen das größte der Interviewreihe. In Bezug auf die deduktive Kategorie Nr. 1 „hohe Qualifikations- bzw. Spezialistenanforderungen“ bildet das Interview die induktive Kategorie „trotz hoher Spezialistenanforderungen Praxisbedeutung der Lebenserfahrung“ (S. 4, Z. 126–139; S. 5, Z. 175–182). Die Personalverantwortliche betont in diesem Zusammenhang, dass erfolgreiche Bewerber ihre Studienzeit durch Praktika ergänzt haben müssen, also konkrete Berufserfahrung besitzen sollen, was grundsätzlich neben den technischen Studienkenntnissen die Kenntnis ökonomischer Zusammenhänge bedeutet (S. 4, Z. 129–133).

Die Personalverantwortliche legt dabei nicht ausschließlich Wert auf die fachliche Qualifikation, sondern berücksichtigt in einer Art ganzheitlicher Personalbetrachtung „die Entwicklungskurve“, die der jeweilige Bewerber bereits gemacht hat oder in Aussicht stellt (S. 4, Z. 148–150). In den Qualifikationsbereich rechnet die Personalverantwortliche besonders die Fähigkeit, ein „Kommunikationsverhalten“ an den Tag zu legen, das Authentizität und Teamfähigkeit verrät (S. 4, Z. 162–165). Die Personalverantwortliche macht in diesem Sinne darauf aufmerksam, dass der akademische und berufliche Bereich des Kandidaten deutlich...

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