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Fachdidaktik Deutsch – Rückblicke und Ausblicke

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Hartmut Jonas and Marina Kreisel

Der Sammelband vereinigt Beiträge über Entwicklungen, Positionen und aktuelle Probleme der Deutschdidaktik. Besonderen Wert legen die Autoren auf den historisch-vergleichenden Aspekt der Deutschdidaktik/West und der Deutschmethodik/Ost seit 1945. Deren Ergebnisse werden von ihnen kritisch reflektiert und funktional einbezogen, was in dieser Weise bisher kaum geschehen ist. Thematische Schwerpunkte sind dabei: Theorieentwicklung der Deutschdidaktik/-methodik seit 1945; Konzepte, Theorien und Routinen der Unterrichtsgestaltung in Gegenwart und Vergangenheit; Unterrichtsmethoden des Interpretierens, des produktiven Umgangs mit Literatur (auch des Mittelalters) und des Anfangsunterrichts; Deutschdidaktik und Didaktik der Mehrsprachigkeit.
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Was sind Methoden der Literaturinterpretation im Unterricht und wie kann man sie untersuchen?

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1 Problem und Fragestellung

Als schriftlicher Ausweis der allgemeinen Hochschulreife ist im Fach Deutsch nach wie vor die Interpretation literarischer Texte die häufigste Prüfungsform. Dabei müssen die Prüflinge literarische Texte – meist Auszüge oder Elemente solcher Texte – in selbst gewählte oder vorgegebene Kontexte einordnen und durch diese Einordnung zu eigenen Sinnaussagen über die Texte gelangen oder vorgegebene Sinnaussagen anderer prüfen. Zu Recht erwarten Schüler/innen und Lehrer/ innen, dass Fachwissenschaft oder Fachdidaktik, zumindest aber Verfasser/ innen von Schulbüchern und Handreichungen Methoden aufzeigen, mit denen unterschiedliche Texte interpretierbar sind. Per definitionem kann von Interpretationskompetenz nur dann die Rede sein, wenn sie „in variablen Situationen“ (Weinert 2001, S. 28) anwendbar ist. Mit gleichem Recht fragen Lehrer/innen, ob Interpretationskompetenz im Unterricht nach bestimmten Regeln vermittelt werden kann. Gefragt ist also nach der Möglichkeit und Existenz von Methoden des Interpretierens im engeren Sinn: Nicht im Sinne einer Sammlung diverser Einzelverfahren bzw. eines Werkzeugkastens mit Instrumenten, sondern im Sinne von „Regeln und Prinzipien, die das zielbezogene und bedingungsangemessene Konzept unterrichtlicher Tätigkeit (des Lehrens und Lernens) bestimmen.“ (Jonas / Zech 2006, S. 508)

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