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Gestische Kommunikation als Vorläufer von Sprache

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Carina Lüke

Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von Gesten und deren Bedeutung für den Spracherwerb. Deiktische Gesten sind eine wichtige Vorläuferfähigkeit der Lautsprache. Insbesondere Zeigegesten ermöglichen es Kindern, auf Objekte, Personen oder Handlungen zu referieren und sich, noch bevor sie erste Worte sprechen, aktiv an einer Kommunikation zu beteiligen. Anhand einer Längsschnittstudie zeigt die Autorin auf, dass sich sprachliche Fähigkeiten von Kindern im dritten Lebensjahr anhand ihrer gestischen Kompetenzen mit einem Jahr vorhersagen lassen und somit genutzt werden können, um frühzeitig Risikokinder für eine Sprachentwicklungsverzögerung zu identifizieren.
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6. Methode

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Die vorliegende Studie entstand im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes Die prädiktive Rolle deklarativer Gesten für die Sprachentwicklung: Experimentelle Längsschnittstudie mit Kindern zwischen 12 und 30 Monaten unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Ritterfeld (Technische Universität Dortmund), PD Dr. Katharina J. Rohlfing (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Ulf Liszkowski (Universität Hamburg). Die Probandenrekrutierungen, die Datenerhebungen und die Datenkodierungen wurden am Standort Bielefeld von Angela Grimminger und am Standort Dortmund von Carina Lüke (Autorin) durchgeführt und betreut. Im Folgenden wird ausschließlich das Studiendesign der Längsschnittstudie, wie es am Standort Dortmund durchgeführt wurde, erläutert, da dies die Grundlage der vorliegenden Teilstudie darstellt. Zudem werden ausschließlich die Experimente und Materialien vorgestellt, die in dieser Teilstudie zur Beantwortung der aufgestellten Forschungsfragestellungen verwendet wurden.

6.1 Rekrutierung und Stichprobe

Die Rekrutierung erfolgte über die niedergelassenen Pädiater/innen in den Städten Dortmund, Bochum, Herdecke, Schwerte und Witten. Es wurden alle 73 dort befindlichen kinderärztlichen Praxen zunächst schriftlich und nach maximal zwei Wochen zusätzlich telefonisch kontaktiert. Die Pädiater/innen wurden um Ihre Unterstützung bei der Rekrutierung gebeten. Von den 73 kontaktierten kinderärztlichen Praxen erklärten sich 22 Praxisinhaber/innen bereit die Rekrutierung der Familien zu unterstützen. Von diesen 22 kooperierenden Kinderarztpraxen übermittelten schließlich 12 Praxen über einen Zeitraum von neun Monaten geeignete Familien. Unter diesen 12 Kinderarztpraxen wurden am Ende der Rekrutierungsphase zwei Geldpreise in H...

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