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Gestische Kommunikation als Vorläufer von Sprache

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Carina Lüke

Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von Gesten und deren Bedeutung für den Spracherwerb. Deiktische Gesten sind eine wichtige Vorläuferfähigkeit der Lautsprache. Insbesondere Zeigegesten ermöglichen es Kindern, auf Objekte, Personen oder Handlungen zu referieren und sich, noch bevor sie erste Worte sprechen, aktiv an einer Kommunikation zu beteiligen. Anhand einer Längsschnittstudie zeigt die Autorin auf, dass sich sprachliche Fähigkeiten von Kindern im dritten Lebensjahr anhand ihrer gestischen Kompetenzen mit einem Jahr vorhersagen lassen und somit genutzt werden können, um frühzeitig Risikokinder für eine Sprachentwicklungsverzögerung zu identifizieren.
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Zusammenfassung

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Gestenproduktionen sind eine wichtige Vorläuferfähigkeit lautsprachlicher Kompetenzen. Deiktische Gesten, insbesondere Pointing-Gesten, ermöglichen es Kindern, auf Objekte, Personen oder Handlungen zu referieren und sich somit, noch bevor sie erste Worte sprechen, aktiv an Kommunikation zu beteiligen. Bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass Kinder, die früh in ihrer Entwicklung Pointing-Gesten zur Kommunikation verwenden, zu einem späteren Zeitpunkt weiter entwickelte sprachliche Fähigkeiten haben, als Kinder, die in ihrer frühen Entwicklung weniger Pointing-Gesten nutzen. Bislang ist jedoch unklar, welche Eigenschaften deiktischer Gesten (Handformen, Motive) verantwortlich sind für die prädiktive Kraft und wie sie sich entwickeln. In einer Längsschnittstudie über eineinhalb Jahre wurde die gestische und lautsprachliche Entwicklung von 45 Kindern zwischen 12 und 30 Monaten differenziert analysiert. In experimentellen und semi-natürlichen Versuchsanordnungen wurden das Verständnis und die Produktion von unterschiedlich motivierten Gesten im Alter von 12, 14, 16, 18 und 21 Monaten erfasst und mit den sprachlichen Fähigkeiten der Kinder im Alter von 2;0 und 2;6 Jahren in Beziehung gesetzt. Es wurde überprüft, ob sich die gestische Entwicklung von Kindern, welche mit 2;0 Jahren eine Sprachentwicklungsverzögerung haben, von sprachlich typisch entwickelten Kindern unterscheidet. Weiterhin wurde untersucht, welche Eigenschaften von deiktischen Gesten im Alter von 12 Monaten prädiktiv für sprachliche Fähigkeiten mit 2;0 und 2;6 Jahren sind, und ob gestische Kompetenzen mit 12 Monaten zur Identifikation von Risikokindern für eine Sprachentwicklungsverzögerung im Alter von 2;0 und 2;6 Jahren...

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