Show Less
Restricted access

Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg 1939 bis 1944

Die Aufzeichnungen des KZ-Häftlings Rudolf Wunderlich

Edited By Joachim S. Hohmann and Günther Wieland

Im März 1939 wurde Rudolf (Rudi) Wunderlich als politischer Häftling in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg eingewiesen. Hier blieb er bis zu seiner Flucht im Juni 1944. Er erlebte – zeitweilig als Mitglied eines «Außenkommandos» – den Terror der Bewacher und Mörder in unmittelbarer Nähe. In der nachfolgenden Illegalität, die bis Kriegsende andauerte, verfaßte Rudi Wunderlich seinen faktenreichen, nüchternen Bericht, der nun erstmals gedruckt vorliegt. Er nennt die Namen der Täter und ihre Verbrechen. Um Sachlichkeit bemüht, stellt er in knappen Worten den Lageralltag und seine Schrecknisse dar.
Der Historiker und Soziologe Joachim S. Hohmann und der Jurist Günther Wieland erläutern in ihren Beiträgen die Lebensgeschichte Rudi Wunderlichs und beschreiben den historischen Kontext zu seinem Bericht.
Show Summary Details
Restricted access

Kalendarium zur Geschichte des KZ Sachsenhausen

Extract



Am 4. Juli 1934 ernannte Heinrich Himmler den SS-Standartenführer Theodor Eiche zum Chef der Inspektion der Konzentrationslager und der SS-Totenkopfverbände. Zunächst in Dachau untergebracht, wurde diese K- Zentrale ab Dezember 1934 in Berlin, Prinz-Albrecht-Straße 8, und ab 2. April 1938 in Oranienburg eingerichtet.

Im Zuge der Aufrüstung und Kriegsvorbereitung wurden die Konzentrationslager reorganisiert: Kleinere Lager wurden aufgelöst oder erweitert bzw. an ihrer Stelle größere errichtet. Eines dieser größeren Konzentrationslager war Sachsenhausen bei Oranienburg.

Der Begriff „Konzentrationslager“, im NS-Jargon häufig als „KL“ abgekürzt, entstammt dem Wörterbuch des „Dritten Reiches“. Er erscheint verharmlosend, da er über tatsächliche Geschehnisse bis hin zum kalkulierten

Massenmord bewußt hinwegsieht. Daher ist von Historikern nicht von ungefähr der Terminus „Terror“- bzw. „Todeslager“ vorgeschlagen worden. Diese Bezeichnung erscheint auch uns angemessener; gleichwohl halten wir bei dem nachfolgenden Kalendarium auch aus Gründen der Praktikabilität an dem im „Dritten Reich“ von den NS-Schergen wie zwangsläufig auch von ihren Opfern gleichermaßen benutzten Begriff fest.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.