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Wer hat das Recht zur rechtlichen Vaterschaft?

Vorschlag zur Neugestaltung der rechtlichen Stellung des biologischen Vaters im Abstammungsrecht bei Bestehen einer sozial-familiären Beziehung zwischen Kind und rechtlichem Vater

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Sandra Schröder

Sandra Schröder befasst sich mit dem Abstammungsrecht, das ein Kind juristisch seinen Eltern zuordnet. Da dieses Recht allen weiteren kindschaftsrechtlichen Fragen logisch vorgeschaltet ist, kommt dem Abstammungsrecht eine besondere Bedeutung zu. Die Autorin untersucht die abstammungsrechtliche Zuordnung des Kindes zu seinem Vater unter Rückgriff auf interdisziplinäre und rechtshistorische Aspekte sowie anhand der Analyse des geltenden Abstammungsrechts. Ihrer Ansicht nach besteht konkreter gesetzgeberischer Handlungsbedarf, da viele Fragen noch ungeklärt sind. Eine dementsprechende Handlungsempfehlung für den Gesetzgeber ist Bestandteil des Buches.
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5. Teil: Neugestaltung des Rechts des biologischen Vaters

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Nachdem festgestellt wurde, dass im aktuell geltenden Abstammungsrecht eine Schieflage zu Ungunsten der Rechtsstellung des biologischen Vaters besteht, die verbessert werden sollte, jedoch nicht zulasten einer bestehenden rechtlich-sozialen Vaterschaft, ist im Folgenden zu erörtern, wie die Stellung des biologischen Vaters de lege ferenda innerhalb des Abstammungsrechts ausgestaltet werden könnte.

Hierfür werden zunächst generelle Vorüberlegungen zu einer doppelten Vaterschaft angestellt. Anschließend wird erörtert, wie die Rechtsposition des biologischen Vaters unter Berücksichtigung der abstammungsrechtlichen Prinzipien ausgestaltet werden könnte, um in einem darauf folgenden Schritt den Versuch einer möglichen gesetzlichen Ausgestaltung zu unternehmen.

A.   Vorüberlegungen zu einer doppelten Vaterschaft

Die Einführung einer rechtlichen Vaterschaft für den biologischen Vater neben einer bestehenden rechtlich-sozialen Vaterschaft wurde bisher nicht ernstlich oder gar konkret erwogen.1282 Daher werden zunächst einige grundsätzliche Vorüberlegungen angestellt, wie eine solche rechtlich-biologische Vaterschaft aussehen könnte.

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