Show Less
Restricted access

Die Regresshaftung von Vorstandsmitgliedern einer Aktiengesellschaft

Voraussetzungen und Möglichkeiten ihrer Begrenzung

Series:

Kristina Mack

Das Buch untersucht die Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Begrenzung der Regresshaftung von Vorstandsmitgliedern einer Aktiengesellschaft. Wird die Gesellschaft aufgrund eines vermeintlichen Managementfehlers in Anspruch genommen oder wird gegen diese eine Geldstrafe oder -buße verhängt, sind die Aufsichtsratsmitglieder in der Regel zur Durchsetzung bestehender Regressansprüche gegen die Vorstandsmitglieder aus § 93 Abs. 2 Satz 1 AktG verpflichtet. Die bestehenden Haftungsrisiken lassen sich nach den aktienrechtlichen Vorschriften nur bedingt einschränken. Auch eine D&O-Versicherung bietet nicht in jedem Fall Schutz vor einer finanziellen Überforderung der Vorstandsmitglieder. Es sprechen der Autorin zufolge daher gute Gründe für eine Beschränkung der Haftung im Einzelfall unter Fürsorgegesichtspunkten.
Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 9 – Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

Extract



A. Haftungsgefüge und Haftungszweck

1. Die aktienrechtliche Organhaftung aus § 93 Abs. 2 Satz 1 AktG wird vom Grundsatz der Haftungskonzentration geprägt. Prinzipiell haftet ein Vorstandsmitglied, dass seine Pflichten verletzt, nur der Gesellschaft gegenüber für Schäden, die diese dadurch erleidet, dass sie infolge der Pflichtverletzung des Vorstandsmitglieds einem Dritten gegenüber ersatzpflichtig geworden ist. Eine persönliche Haftung der pflichtwidrig handelnden Vorstandsmitglieder gegenüber Dritten kommt dagegen – trotz gewisser Ausdehnungstendenzen in der Rechtsprechung – nur in besonderen Ausnahmefällen in Betracht.

2. Ein „Haftungs-Automatismus“, wonach die Vorstandsmitglieder für jede schädigende Pflichtverletzung im Außenverhältnis der Gesellschaft gegenüber im Innenverhältnis haften, besteht nicht. Eine Pflichtverletzung im Außenverhältnis führt zwar in der Regel, jedoch nicht in jedem Fall zu einer Pflichtverletzung des Vorstandsmitglieds im Innenverhältnis. Vielmehr ist das Vorliegen der Voraussetzungen für einen Innenregress nach § 93 Abs. 2 Satz 1 AktG auch bei einer erfolgreichen Inanspruchnahme der Gesellschaft im Außenverhältnis jeweils gesondert zu prüfen.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.