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Variable Managementvergütung mit Bonusbanken und Obergrenzen

Experimentelle Analyse der Anreizwirkungen

Series:

Henric P. Fründ

Thema des Buches ist die Gestaltung der variablen Managementvergütung, die in Forschung und Praxis große Beachtung findet. In jüngster Zeit stehen dabei vor allem eine langfristigere Ausrichtung der Vergütung und die verstärkte Etablierung von Obergrenzen im Fokus. Henric P. Fründ beschäftigt sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Bonusbanken als langfristiges Vergütungsinstrument. Dabei analysiert er die Anreizeffekte – insbesondere das Risikoverhalten – und würdigt diese kritisch. Zugleich untersucht der Autor die Wirkung von Obergrenzen der Vergütung auf das Leistungsverhalten in einer Situation, in der gleichzeitig ein unsicherer Faktor vorliegt, der die Vergütung mitbestimmt.
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3. Bonusbanken als langfristiges Vergütungsinstrument

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3.1 Kapitelüberblick

Ein Fokus der Vergütungsgestaltung auf kurzfristig zu erreichende Ziele wurde als möglicher Mitauslöser der jüngsten Finanzkrise ausgemacht.374 In Kombination mit einer fehlenden Beteiligung an einer negativen Performance kann sich eine hohe Gewichtung kurzfristiger Vergütungskomponenten als besonders problematisch erweisen, wenn der zu vergütende Manager bspw. aus Sicht des Eigentümers unerwünscht hohe Risiken eingeht.375 Denn eine daraus folgende volatilere Bemessungsgrundlage führt bei einer positiven Entwicklung zu einer höheren Vergütung, während eine negative Entwicklung bei fehlender Verlustbeteiligung des Managers nur negativ für den Eigentümer ist, der Manager bis auf ein bloßes Ausbleiben seines variablen Vergütungsteils jedoch keine weiteren Nachteile erfährt. Diese Überlegungen stehen in Einklang mit den in Kapitel 2.4 analysierten aktienrechtlichen Regelungen, deren Änderungen im Rahmen des VorstAG insb. die langfristigen Anreizwirkungen der Managementvergütung erhöhen und dabei durch die Implementierung mehrjähriger Bemessungsgrundlagen auch eine Partizipation des Managers an im Zeitablauf negativen Entwicklungen ermöglichen sollen.376 Dabei soll vor allem das Eingehen unangemessen hoher Risiken mit dem Ziel der Vergütungssteigerung vermieden werden.377 Konkret werden vom Gesetzgeber Bonus-Malus-Systeme als Möglichkeit genannt, dem Gesetzestext bei der Vergütungsgestaltung Folge zu leisten.378 Diese Systeme zeichnen sich durch eine langfristige Betrachtung der Performance aus, durch die nicht nur eine Beteiligung an positiven Entwicklungen stattfindet, sondern auch negative Entwicklungen im Zeitablauf in die Berechnung der Vergütung einbezogen werden. Ein solches Bonus-Malus-System stellt die sog. Bonusbank dar, die durch...

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