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Recht des Angeklagten auf Vertretung

Menschenrechtliche Standards und ihre Auswirkungen auf den deutschen Strafprozess

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Jennifer Pöschl

Im Blickpunkt des Buches stehen das Recht des Angeklagten auf Vertretung, das der EGMR aus Art. 6 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 lit. c EMRK ableitet – und die Frage, wie diese Judikatur in nationales Recht umzusetzen ist. Die Autorin analysiert den aktuellen «Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Rechts des Angeklagten auf Vertretung in der Berufungsverhandlung […]». Außerdem untersucht sie die Auswirkungen der anstehenden Gesetzesänderung auf die erste Tatsacheninstanz sowie das Ordnungswidrigkeiten- und Jugendstrafverfahren.
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2. Kapitel: Recht auf Vertretung in der Rechtsprechung des EGMR

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2.   Kapitel: Recht auf Vertretung in der Rechtsprechung des EGMR

Zunächst soll dargelegt werden, wie sich die Rechtsprechung des EGMR zu der Frage entwickelt hat, ob ein Angeklagter, der ordnungsgemäß zur mündlichen Hauptverhandlung geladen worden ist und es dennoch bewusst vermeidet zu erscheinen, weiterhin i.S.d. Art. 6 Abs. 3 lit. c EMRK berechtigt ist, den Beistand eines Verteidigers zu erhalten32.

§ 1.  EGMR Poitrimol ./. Frankreich

Den Auftakt der Rechtsprechung bildet das Urteil in der Sache Poitrimol gegen Frankreich v. 23.11.1993.

I.   Damalige französische Rechtslage und Sachverhalt

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