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Der Verfügungsmachtbegriff bei Umsatzrealisation und Leasingverträgen nach IFRS

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Serpin Caliskan

Die Autorin analysiert den Verfügungsmachtbegriff und dessen Eignung als Realisationsmerkmal in der Umsatzrealisierung und Leasingbilanzierung nach IFRS. Bisher zeichneten heterogene Konzepte und Regelungslücken die Umsatzrealisierung nach IFRS und US-GAAP aus. Im Rahmen des Konvergenzprojektes von IASB und FASB nahm man sich dieser Problematiken an und gab im Mai 2014 den IFRS 15 «Revenue from Contracts with Customers» heraus. In enger Beziehung steht das Projekt zur Leasingbilanzierung. Beiden Projekten ist die zentrale Rolle des Verfügungsmachtbegriffs gemein, mit dem sich bislang nicht ausreichend kritisch auseinandergesetzt wurde. Die Autorin zeigt zahlreiche offene Fragen und Inkonsistenzen im IFRS 15 auf und bemängelt ein divergierendes Nutzenverständnis der Verfügungsmachtbegriffe bei Umsatzrealisierung und Leasing.
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Die IFRS enthielten verschiedene Konzepte der Umsatzrealisation ohne einen gemeinsamen Standard. Neben der Heterogenität der Regelungen wurden – wie bei den US-GAAP – Regelungslücken festgestellt. Das führte im Rahmen des Konvergenzprojektes von IASB und FASB zum Vorschlag, die Umsatzrealisation neu zu regeln. Nach dem Vollzug der Agenda Decision im Jahr 2002 folgten ein Diskussionspapier im Dezember 2008, ein Exposure Draft im Juni 2010, ein weiterer Entwurf im November 2011 mit anschließenden Board Redeliberations und ein neuer IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers“ im Mai 2014. Als verwandte Projekte bezeichnet der IASB Leasing und Versicherungsverträge, die beide selbst noch nicht abgeschlossen sind. Allein die Bearbeitungsdauer des Projekts indiziert die Schwierigkeit seiner Bewältigung. Die Gründe hierfür könnten nicht nur in der herausgehobenen Bedeutung von Zeitpunkt und Höhe der Umsatzrealisation für die Gewinnermittlung liegen, sondern auch im unvollkommenen Rahmenkonzept, das den IASB zwar zur konsistenten Standardentwicklung anhalten soll, selbst aber noch nicht vollständig überarbeitet wurde.

Als Forschungslücke hat Frau Dr. Caliskan die fehlende kritische Auseinandersetzung mit dem zentralen Kriterium des Verfügungsmachtübergangs, der in IFRS 15 für die Leistungserfüllung ein neues Gewicht erhalten und den bisherigen Chancen-Risiken-Übergang abgelöst hat, identifiziert. Sie nimmt deshalb eine detaillierte Analyse des Verfügungsmachtbegriffs vor und untersucht, ob eine an diesem Merkmal ausgerichtete Regelung dem vom IASB selbst gesetzten Rechnungslegungszweck genügt und lückenlos ist. Das ist eine bedeutsame Frage, für die bisher nur Teilantworten...

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