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Dabeisein, Mitmachen und Mitgestalten im Wohnheimalltag

Von der Selbstbestimmung zur Aktiven Partizipation Erwachsener mit intellektueller Beeinträchtigung

Series:

Simon Christian Meier

Im Buch wird aufgezeigt, wie Aktivität und Partizipation von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Wohnheimalltag möglich ist. Ziel des Autors ist es, über eine ausführliche Darstellung und Beurteilung des Selbstbestimmungsbegriffes die Brücke hin zum neuen Konzept der «Aktiven Partizipation» zu schlagen. Mit Hilfe der sogenannten Konversationsanalyse wertet er ca. 90 Stunden Videomaterial aus, das über Kamerabrillen erhoben wurde. Er zeigt auf, dass Aktivität und Partizipation möglich wird, wenn zwischen den Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und den Betreuungspersonen Kooperationsverhältnisse gelingen. Diese Kooperationsverhältnisse werden von ihm systematisch erfasst, illustriert und detailliert beschrieben.
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2 Begriffsdefinitionen

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2.1 Behinderung

Der Behinderungsbegriff ist im allgemeinen Sprachgebrauch sehr verbreitet und wissenschaftlich seit einigen Jahrzehnten etabliert. Je nach wissenschaftlicher Disziplin werden jedoch unterschiedliche Termini und Definitionen verwendet. Dies liegt gemäss Dederich (2009, p. 15) daran, dass es sich beim Behinderungsbegriff um einen medizinischen, psychologischen, pädagogischen, soziologischen sowie bildungs- und sozialpolitischen Terminus handelt, der in den jeweiligen Disziplinen unterschiedlich verwendet wird und auf der Grundlage heterogener, theoretischer und methodischer Voraussetzungen entstanden ist. Der gemeinsame Nenner der Vielzahl an Bedeutungen zeichnet sich dadurch aus, „dass etwas nicht geht, von dem man erwartet, dass es geht.“ (Weisser, 2005, p. 10).

Im Bundesgesetz der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiG) wird ein Mensch mit Behinderungen folgendermassen definiert:

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