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Dabeisein, Mitmachen und Mitgestalten im Wohnheimalltag

Von der Selbstbestimmung zur Aktiven Partizipation Erwachsener mit intellektueller Beeinträchtigung

Series:

Simon Christian Meier

Im Buch wird aufgezeigt, wie Aktivität und Partizipation von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Wohnheimalltag möglich ist. Ziel des Autors ist es, über eine ausführliche Darstellung und Beurteilung des Selbstbestimmungsbegriffes die Brücke hin zum neuen Konzept der «Aktiven Partizipation» zu schlagen. Mit Hilfe der sogenannten Konversationsanalyse wertet er ca. 90 Stunden Videomaterial aus, das über Kamerabrillen erhoben wurde. Er zeigt auf, dass Aktivität und Partizipation möglich wird, wenn zwischen den Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und den Betreuungspersonen Kooperationsverhältnisse gelingen. Diese Kooperationsverhältnisse werden von ihm systematisch erfasst, illustriert und detailliert beschrieben.
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8 Folgerungen und Ausblick

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Gefährdungen des Kooperationsverhältnisses können auf verschiedenen Ebenen der Interaktion oder in deren Kontext auftreten. Es kann entweder Aspekte der Kompetenzen der beteiligten Akteurinnen und Akteure betreffen, Aspekte der genutzten Kommunikationsmittel bzw. -techniken oder Aspekte der Organisation oder der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Diesen Gefährdungen kann mit geeigneten Handlungskonzepten, mit der Anwendung adäquater Kommunikationsmittel und -techniken, mit der Schaffung von möglichst optimalen Rahmenbedingungen für Kommunikation – Zeit, Platz, Struktur – und Bildung begegnet werden. An dieser Stelle werden Elemente eines möglichen Bildungsprogramms – für Klientinnen und Klienten sowie Betreuungspersonen – aufgezeigt. Diese werden auf der Ebene der Kompetenzen (Kapitel 8.1), der Kommunikation (Kapitel 8.2) und des Kontextes (Kapitel 8.3) diskutiert sowie die Idee einer inklusiven (Fort-)Bildung für alle entworfen (Kapitel 8.4).

8.1 Kompetenzen: Care Ethik, Assistenz und Empowerment

Es gibt mehrere Handlungskonzepte mit formulierten Kompetenzen, welche die Gestaltung von Kooperationsverhältnissen ermöglichen sollen. Diese sind oftmals auf die Fachpersonen bezogen. Diese Studie zeigt aber auf, dass auch Kompetenzen der Klientinnen und Klienten einen positiven Einfluss auf ihre Aktive Partizipation haben können. Daher werden hier sowohl Kompetenzen des Fachpersonals als auch der betreuten Personen vorgestellt.

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