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Geschäftsprozessorientiertes Risikomanagement in komplexen Systemen der maritimen Containerlogistik

Eine integrative, systemtheoretische Betrachtung

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Ephraim Robbe

Das Buch thematisiert das geschäftsprozessorientierte Risikomanagement, das als spezielle Gestaltungsvariante der operativen Komponente eines betriebswirtschaftlichen Risikomanagementsystems betrachtet werden kann. In seiner integrativen und systemtheoretischen Betrachtung richtet der Autor die Aufmerksamkeit auf Unsicherheiten in komplexen Geschäftsprozesssystemen der maritimen Containerlogistik. Der entwickelte Gestaltungsansatz ist ein branchenspezifischer Bezugsrahmen für die Entwicklung unternehmensspezifischer Risikomanagementsysteme.
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4. Maritime Containerlogistik als Erfahrungsobjekt

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In Kapitel vier wird Forschungsfrage III beantwortet, um den theoretischen Bezugsrahmen zu erweitern:

Welche gestaltungsrelevanten branchenspezifischen Rahmenbedingungen lassen sich in der wissenschaftlichen Literatur identifizieren?

Nachfolgend wird das komplexe System der maritimen Containerlogistik skizziert. Dazu wird zunächst der – allgemeine – Begriff des Logistiksystems behandelt. Daran anschließend werden relevante Aspekte des – speziellen – Systems der maritimen Containerlogistik dargestellt.

Die nachfolgende Betrachtung von Logistiksystemen basiert auf dem Verständnis der Logistik als anwendungsorientierte Disziplin.1119 Arbeitsteilig organisierte Wirtschaftssysteme werden als raum-zeitlich ausgedehnte Objektflüsse in logistischen Netzwerken modelliert.1120 Durch eine mehrdimensionale Analyse der Systemmodelle werden Implikationen für die Gestaltung, Implementierung und Optimierung von Logistiksystemen abgeleitet.1121 Die Systemgestaltung ist auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Systemziele ausgerichtet.1122 Der Gestaltungsfokus liegt auf den Aspekten der Netzwerkkonfiguration, -organisation, -steuerung und -regelung.1123

Bei der Betrachtung von Lieferketten wird grundsätzlich zwischen drei Objektflüssen differenziert.1124 Zentrale Gestaltungselemente sind die Güter-, Informations- und Finanzflüsse im Lieferkettennetzwerk.1125 Parallel zu jeder physischen Lieferkette verläuft eine Informationslieferkette.1126 Eine etablierte Klassifikation unterscheidet – in Relation zum Güterfluss – zwischen vorauseilenden, begleitenden und nacheilenden Informationsflüssen.1127 Aus der ← 143 | 144 → internationalen Dimension globaler Logistiknetzwerke resultiert eine zusätzliche Komplexitätsebene, da jede Transaktion mehrstufige, akteursübergreifende Informationsprozesse umfasst.1128 Der Informationsfluss umfasst bspw. regelmäßige Daten zu aktuellen Positionen, Zeiten und Zuständen in jeder Geschäftsprozessphase.1129 Auch nach der Lieferung an den Empfänger setzt sich der Informationsfluss – z. B. zahlungs- und versicherungsbezogene Informationen – fort.1130

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