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Erneuerbare Energien und Netzausbau in der räumlichen Planung

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Edited By Stephan Mitschang

Dieser Sammelband beschäftigt sich mit dem Netzausbau in Deutschland. Er enthält sämtliche Vorträge der wissenschaftlichen Fachtagung «Erneuerbare Energien und Netzausbau in der räumlichen Planung – Fach- und Rechtsfragen der Stadt- und Regionalplanung», die im September 2014 an der Technischen Universität Berlin stattgefunden hat. Die fachwissenschaftlichen Beiträge und Berichte aus der Planungspraxis nehmen Stellung zum Netzausbau sowie zu den damit im Zusammenhang stehenden erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie. Die Vorträge dienen der Planungspraxis als Handreichung für die Bewältigung der Anforderungen, die sich einerseits aus dem zur Gewährleistung der Energiewende notwendigen Ausbau erneuerbarer Energien und andererseits aus dem dazu erforderlichen Netzaus- und Netzumbau ergeben.
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Bundesfachplanung für den Netzausbau

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Abstract

Der Beitrag erläuterte das dreistufige Planungsverfahren auf Bundesebene für den Netzausbau mit nationaler Bedarfsplanung, Bundesfachplanung und Planfeststellung sowie deren Rechtswirkungen.

The article explains the three stage planning procedure at federal level for grid expansion including national requirements planning, federal planning and planning approval as well as their legal effects.

1. Einleitung

Die Energiewende in Deutschland erfordert erhebliche Veränderungen in den Netzstrukturen. Strom wird zukünftig nicht mehr in den industriellen Ballungszentren, sondern vor allem auch durch den Ausbau der Offshore-Windenergie dezentral und weit entfernt von den Verbrauchsschwerpunkten erzeugt. Darüber hinaus wird Deutschland bei der Verwirklichung des europäischen Strommarktes vermehrt Transitland für Strom aus anderen europäischen Ländern sein. Dies alles erfordert vor allem den Ausbau des 380-kV-Höchstspannungsnetzes. Hierüber besteht allgemein Einigkeit. Dabei drängt die Zeit. Der Ausbau muss beschleunigt erfolgen, da der Atomausstieg bis 2022 vollendet sein soll und erneuerbare Energien vermehrt zur Stromversorgung als Ersatz für Atomstrom beitragen müssen.

Zur Beschleunigung des Netzausbaus hat der Gesetzgeber verschiedene Maßnahmen getroffen. Mit dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) vom 21.08.20091 ist zunächst der vordringliche Bedarf für bestimmte ← 31 | 32 → Höchstspannungsleitungen festgelegt worden. Durch das Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz (NABEG) vom 28.07.20112 wurde das bisherige Zulassungsverfahren für Höchstspannungsleitungen grundlegend neu gestaltet: Die Zulassung von Ländergrenzen überschreitenden 380-kV-Höchstspannungsleitungen erfolgt hiernach in einem dreistufigen Verfahren der

Zweck dieses gestuften Planungsverfahrens ist es, die Komplexit...

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