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Gewalt im Namen Gottes

Die Verantwortung der Religionen für Krieg und Frieden – 16. Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster 2014

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Severin J. Lederhilger

Der Islamische Staat in Syrien und im Irak, die Massaker von Boko Haram in Nigeria – immer neue religiös motivierte Terrorakte rufen weltweite Betroffenheit hervor, auch unter gläubigen Menschen. Weder Bibel noch Koran rechtfertigen einfach jegliche Gewalttat oder Krieg im Namen Gottes, wenn man sich mit Sprache und Sinn dieser Texte kritisch auseinandersetzt. Der Tagungsband der 16. Ökumenischen Sommerakademie Kremsmünster 2014 dokumentiert Vorträge mit unterschiedlichem konfessionellen, religiösen und weltanschaulichen Hintergrund. Sie alle beschäftigen sich mit der Thematik religiös motivierter Gewalt aus der Perspektive der Philosophie, der Praktischen Theologie und Religionspädagogik, der Religions-, Bibel- und Islamwissenschaft. Zu Wort kommen auch Repräsentanten der Friedensarbeit im Militär, in christlichen Vereinigungen und in der kirchlichen Pastoral.
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Die Macht der Menschen angesichts der Gewalt des einen Gottes

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1. Vorbemerkung

Auch wenn ich der Grundthese von Franz Josef Wetz1 gut folgen kann, dass Gewalt etwas ist, das uns Menschen mitgegeben ist und einen der Abgründe darstellt, die uns Menschen ausmachen, so stellt sich mir doch die Frage, weshalb er uns empfiehlt, den Begriff der Sünde nicht stark zu machen. Denn Sünde ist ja genau der Begriff für die Abgründigkeit unserer Existenz, sodass ich sogar eher behaupte, wir müssen mehr über Sünde reden, wenn wir genau dieses angesprochene Faktum besser in den Blick bekommen wollen.

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