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Sterben und Tod bei Hochaltrigen

Die Rolle von Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität

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Ortrun Reidick

Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit ist eines der großen Menschheitsthemen. Unmittelbar konfrontiert sind damit, statistisch gesehen, insbesondere Menschen über 85 Jahre. Doch wie gehen hochaltrige Personen damit um? Hierzu liegen bislang nur wenige Erkenntnisse vor. Die Autorin stellt zunächst Einstellungen zu Sterben und Tod umfassend aus kulturhistorischer und psychologischer Sicht dar. Anschließend präsentiert sie empirische Ergebnisse einer Studie, in der Hochaltrige erstmalig Einblicke in das Tabuthema gewährten. Welche Zusammenhänge bestehen zu Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität? Der Leser erfährt, wie man sich oder Angehörige im Umgang mit dem Lebensende unterstützen kann. Denn Akzeptanz ist auch im hohen Alter möglich, wie die Studie eindrucksvoll belegt. Dieses Buch wurde mit dem Willi-Abts-Preis 2014 der Albert und Loni Simon Stiftung in Mainz zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter ausgezeichnet.
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3. Zielsetzungen und Fragestellungen

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Nachfolgend werden die Zielsetzungen der vorliegenden Arbeit erläutert, aus denen empirisch überprüfbare Fragestellungen abgeleitet sowie in einem zu testenden integrativen Modell für die Einstellungen zu Sterben und Tod im hohen Alter konkretisiert werden.

3.1 Zielsetzungen

Anhand der in den vorausgehenden Kapiteln erfolgten Darlegung der theoretischen und empirischen Sachlage lassen sich die Zielsetzungen der vorliegenden Arbeit wie folgt ableiten: Hochaltrige Personen sind am unmittelbarsten mit dem eigenen Sterben und Tod konfrontiert, was Risiken und Chancen für Betroffene und Angehörige birgt, etwa in Form von psychischen Erkrankungen, aber auch therapeutischen Interventionsmöglichkeiten in Pflege, Medizin und Psychotherapie. Daher sollte ein basales Wissen über die Einstellungen zu Sterben und Tod im hohen Alter vorliegen und als Grundlage für Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet dienen. Dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch weder aus theoretischer noch empirischer Sicht gegeben.

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