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Schadensersatz bei vereitelten Erwerbsbiographien

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Marcel Messerschmidt

Der Autor befasst sich eingehend mit der Thematik der sogenannten «Fortkommensschäden» – also Vermögensschäden, die aus einer negativen Beeinflussung der beruflichen bzw. gewerblichen Entwicklung eines Geschädigten in der Zukunft entstehen werden. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die Fortkommensschäden solcher Geschädigter, die bereits im Kindes- oder Jugendalter verletzt wurden. Hier ist die Unsicherheit des hypothetischen Erwerbsverlaufs des Geschädigten am größten. Im Buch wird nicht nur der zulässige Rahmen der richterlichen Schadensprognose abgesteckt. Der Autor unterbreitet auch Lösungsvorschläge für die Fälle, in denen eine richterliche Prognose weder tatsächlich möglich noch rechtlich zulässig erscheint.
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F. Kriterien und Leitlinien für die Erstellung von Fortkommensschadensprognosen in der Rechtsprechung und in der Literatur

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F. Kriterien und Leitlinien für die Erstellung von Fortkommensschadensprognosen in der Rechtsprechung und in der Literatur

Nachdem zunächst der Begriff der Fortkommensschäden beleuchtet und auf die rechtlichen Grundlagen ihrer Berechnung eingegangen wurde, soll nun ein Blick auf die Rechtsprechung und Literatur zur Erstellung von Fortkommensschadensprognosen geworfen werden. Von besonderem Interesse ist dabei, wie der konkrete Fortkommensschaden in der Praxis bemessen wird.

In der Rechtsprechung und Literatur werden ungeschriebene Beweiserleichterungen zugunsten Geschädigter vertreten, die in den Blick genommen werden sollen. Auch soll dargestellt werden, auf welche Anknüpfungstatsachen sich die Gerichte bei der Feststellung der Fortkommensschäden beziehen und wie sich die Literatur zu dieser Rechtsprechung positioniert. Dabei wird der Schwerpunkt der Darstellung sich auf die Frage konzentrieren, ob der sozio-ökonomische Hintergrund des Geschädigten, also das Bildungs- und Einkommensniveau der Familie, nach der zu untersuchenden Rechtsprechung und Literatur für die Schadensprognose herangezogen werden können.

I. Schätzungsbonus zu Gunsten des Geschädigten?

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