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Schadensersatz bei vereitelten Erwerbsbiographien

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Marcel Messerschmidt

Der Autor befasst sich eingehend mit der Thematik der sogenannten «Fortkommensschäden» – also Vermögensschäden, die aus einer negativen Beeinflussung der beruflichen bzw. gewerblichen Entwicklung eines Geschädigten in der Zukunft entstehen werden. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die Fortkommensschäden solcher Geschädigter, die bereits im Kindes- oder Jugendalter verletzt wurden. Hier ist die Unsicherheit des hypothetischen Erwerbsverlaufs des Geschädigten am größten. Im Buch wird nicht nur der zulässige Rahmen der richterlichen Schadensprognose abgesteckt. Der Autor unterbreitet auch Lösungsvorschläge für die Fälle, in denen eine richterliche Prognose weder tatsächlich möglich noch rechtlich zulässig erscheint.
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I. Abschließende Zusammenfassung

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I. Abschließende Zusammenfassung

Im Rahmen dieser Arbeit wurden die sogenannten „Fortkommensschäden“, ihre materiellrechtlichen Grundlagen, ihre Schätzung im Zivilprozess und ihre prozessuale Durchsetzbarkeit beleuchtet. Abschließend sollen die Ergebnisse kurz zusammengefasst werden:

Eingegangen wurde auf den Begriff der „Fortkommensschäden“, und es wurde dargestellt, dass dieser nicht immer klar von den übrigen „Erwerbsschäden“ abgegrenzt wird. Der Sache nach handelt es sich bei den Fortkommensschäden um solche Vermögensschäden, die wegen der Beeinträchtigung der beruflichen und gewerblichen Entwicklung des Geschädigten in Zukunft entstehen860. Die genannten Beispiele861 zeigen die Vielgestaltigkeit der Fortkommensschäden. Grob kann zwischen Fortkommensschäden wegen schädigungsbedingter Verzögerungen der Ausbildung und zwischen solchen unterschieden werden, die auf einer geänderten oder unterbliebenen Berufslaufbahn beruhen.

Die Notwendigkeit des Ersatzes von Fortkommensschäden lässt sich letzten Endes aus dem in § 249 Abs. 1 BGB verwirklichten Grundsatz der Totalreparation ableiten. Die §§ 252 S. 1; 842 BGB stellen lediglich Klarstellungen dieses allgemeinen Grundsatzes dar. Aufgrund dieses Grundsatzes erfassen auch spezialgesetzliche Normen der Gefährdungshaftung stets auch Fortkommensschäden, selbst wenn diese nicht ausdrücklich „Fortkommensschäden“ nennen oder auf § 842 BGB verweisen862.

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