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Populäre Geschichtsmagazine in internationaler Perspektive

Interdisziplinäre Zugriffe und ausgewählte Fallbeispiele

Susanne Popp, Jutta Schumann, Fabio Crivellari, Michael Wobring and Claudius Springkart

Seit Jahrhundertbeginn boomt der Markt populärer Geschichtsmagazine in Europa und anderen Weltregionen. Ihre Vielfalt und Auflagenhöhe machen sie zu bislang weithin unterschätzten Agenten der öffentlichen Geschichtskultur und des «Histotainments».
Dieser Band widmet sich dem Phänomen aus geschichtsdidaktischer, medienpsychologischer sowie kultur- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive. Darüber hinaus analysieren zehn Länderstudien die Marktbedingungen und die Geschichtspräsentationen auf den Coverseiten von 20 internationalen Magazinen. Von Interesse ist das Buch für Vertreter/-innen der Geschichts-, Politik- und Mediendidaktik, der Kultur- und Kommunikationswissenschaften sowie des (Geschichts-)Journalismus und der Lehrerbildung.
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Nele Knauth - Populäre Geschichtsmagazine in Frankreich. Eine exemplarische Analyse des Marktangebots

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Nele Knauth

Populäre Geschichtsmagazine in Frankreich. Eine exemplarische Analyse des Marktangebots

In diesem Beitrag sollen die aktuell auf dem französischen Markt angebotenen Geschichtsmagazine näher betrachtet werden.1 Blickt man zurück, so hat die populäre Auseinandersetzung mit Geschichte in Frankreich eine lange Tradition. Das erste Magazin (heute: HISTORIA), in welchem ausschließlich Geschichte im Fokus stand, erschien bereits 1909,2 während z.B. in Deutschland erst 60 Jahre später mit DAMALS eine Zeitschrift desselben Genres veröffentlicht wurde.3 Diese lange Tradition kann als Grund für Anzahl und Vielfältigkeit der französischen Geschichtsmagazine angeführt werden. So existieren beispielsweise Zeitschriften, ← 343 | 344 → die nur eine Epoche oder gar nur eine einzige historische Persönlichkeit betrachten (als Beispiele seien genannt: LA REVUE NAPOLÉON, TOUTE L’HISTOIRE NAPOLIENNE und MOYEN AGE).4

Im Folgenden sollen jedoch nur solche Formate betrachtet werden, die als Druckmedien regelmäßig erscheinen (mind. zweimal im Jahr, höchstens einmal pro Woche), bebildert sind und sich speziell mit dem Thema Geschichte in – so zumindest dem Selbstbild der Produzenten nach – verständlicher Art und Weise an ein breites Publikum richten. Es werden also nur Special-Interest-Magazine behandelt.5 Die hier genannten Charakteristika treffen auf die folgenden derzeit auf dem französischen Markt erhältlichen Titel zu: HISTORIA, L’HISTOIRE, LES CAHIERS DE SCIENCE ET DE VIE, LA REVUE DE L’HISTOIRE, ÇA M’INTERESSE HISTOIRE, ACTUALITÉ DE L’HISTOIRE, LA NOUVELLE REVUE D’HISTOIRE, GÉO HISTOIRE, POINT DE VUE – HISTOIRE, QUESTIONS...

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