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«Unrechtsstaat DDR»

Zur Genesis des Terminus politicus «Unrechtsstaates» nach der Transformation 1989 – Versuch einer historischen Bestandsaufnahme

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Robert Hansack

Der Autor setzt sich in seinem Buch mit dem problematischen Begriff Unrechtsstaat kritisch auseinander. Der Begriff wird oft zur wissenschaftlichen Beurteilung der DDR und als Mittel der politischen Aufarbeitung ihrer Vergangenheit in der Bundesrepublik eingesetzt. Robert Hansack zeigt die geringe definitorische Kohärenz und Haltbarkeit des Begriffes Unrechtsstaat sowie seine politische Instrumentalisierung auf und betrachtet diesen kritisch im politologischen, juristischen und historischen Kontext.
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5. Historische Betrachtung II

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5.Historische Betrachtung II

Im vorherigen Kapitel ging es darum, eine wissenschaftlich-historische Ebene in der Darstellung zur DDR Betrachtung aufzuzeigen. Hierbei zeigte sich, dass diese Betrachtungsebenen von Forschern und Autoren hervor gebracht wurden, die in der Mehrzahl ihre Ansicht über die DDR durch ihre westdeutsche Sozialisierung erhielten sowie von dieser geprägt sind. Dem gegenüber soll sich im nun folgenden Kapitel den Gegenansichten zugewendet werden. Dabei spielen insbesondere drei Aspekte eine Rolle: zum einen sollen die Sicht und die Empfindung zur Aufarbeitung sowie zur ‚Auseinandersetzung‘ mit der DDR nach der Transformation 1989 in das wiedervereinigte Deutschland von Akteuren und Betroffenen der DDR selber aufgezeigt werden. Inwiefern hierbei die Realität der Idealität konträr gegenüber steht, wird versucht wertneutral wiederzugeben, jedoch kritisch betrachtet. Zu den Vertretern der ehemaligen DDR und ihrer Perspektive, die sich sowohl im publizistischen als auch im wissenschaftlichen Feld äußerten, zählen unter anderem Dieter Segert, Erich Buchholz, Gerhard Riege, Lothar Bisky, Uwe-Jens Heuer und Volkmar Schöneburg.205

Zum anderen werden die Auseinandersetzungen hinsichtlich der geschichts- und der erinnerungspolitischen DDR-Vergangenheit auf bundespolitischer Sicht dargestellt. Hierbei geht es vor allem um die Frage nach der DDR-Erinnerung sowie ihren Bezug zum Unrechtsstaat DDR und somit letzten Endes auch um die – zukünftige wie historische – Deutungshoheit über diese. ← 89 | 90 →

In einem abschließenden letzten Abschnitt wird sich der wissenschaftlichen Sicht, die nicht frei von den erst genannten Einflüssen war, zugewendet. Hierbei geht es vor allem um die Frage, wie...

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