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Karrieremapping für Nautikerinnen und Nautiker

Eine evidenzbasierte Analyse von Handlungsempfehlungen zur Einrichtung eines "Graduiertenkolleg Nautik</I>

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Susanne Neumann

Das Buch liefert Handlungsempfehlungen für die Einrichtung eines Graduiertenkollegs Nautik, das im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen bis heute nicht existiert. Inhaberinnen und Inhaber nautischer Befähigungszeugnisse sind bei Berufsantritt für den Dienst an Bord gut qualifiziert. Ein Karriereweg in wissenschaftliche Bereiche wird nach der Zeit auf See aber selten in Betracht gezogen. Ein möglicher Grund könnte im Mangel an strukturierten Promotionsmöglichkeiten im Rahmen eines Graduiertenkollegs liegen. Die Autorin zeigt, wie etwaige Kompetenzlücken geschlossen und so der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn für Nautikerinnen und Nautiker erleichtert werden könnte. Die Handlungsempfehlungen basieren u. a. auf Erstellung und Abgleich eines Anforderungs-, Kompetenz- und Erwartungsprofils.
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5. Erstellung von Kompetenz-, Anforderungs- und Erwartungsprofil

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„Jeder Forschungsprozess beginnt mit der Problemformulierung, aus der sich die Forschungsziele ableiten“ (Kaya 2007: 49). Nachdem in Kapitel 1 die Problemstellung sowie die Zielsetzung formuliert wurden, soll dieses Kapitel die Schritte in Richtung der Zielsetzung dieser Arbeit darstellen: Wie nämlich die Daten zur Erstellung von Kompetenz-, Anforderungs- und Erwartungsprofil erhoben werden und wie sich die einzelnen Profile dann ausgestalten. Zwei unterschiedliche Methoden zur Gewinnung der Datenbasis werden zum Einsatz kommen: die Erhebung und Analyse von Sekundärdaten sowie die Erhebung von Primärdaten durch Befragung und der Primärdatenanalyse.

Für die Erstellung des Kompetenzprofils – das die Kompetenzen abbilden soll, mit denen Nautikerinnen und Nautiker direkt nach ihrer nautischen Hochschulausbildung ausgestattet sind und auf den Arbeitsmarkt treten – wird auf Sekundärdaten zurückgegriffen. Sekundärdaten sind bereits bestehende Daten (vgl. Kaya 2007: 49). Das vorhandene Datenmaterial ist lediglich zu beschaffen, aufzubereiten und zu erschließen (vgl. Hammann und Erichson 2000: 75 nach Kaya 2007: 49). In Teil A des STCW-Codes sowie der Seeleute-Befähigungsverordnung sind bereits die Kompetenzen festgelegt, die Seeleute nach ihrer Ausbildung mindestens besitzen sollten. In Lehrplänen der ausbildenden Hochschulen sind weitere Lehrinhalte aufgeführt, aus denen Rückschlüsse auf Kompetenzen von Absolventinnen und Absolventen gezogen werden können.

Anders stellt sich die Situation für die Erstellung des Anforderungs- und Erwartungsprofils dar. Das Anforderungsprofil soll die Kompetenzen beinhalten, die sich Arbeit gebende Organisationen von Nautikerinnen und Nautikern erhoffen – bei der Besetzung von Landpositionen. Die Analyse von Sekundärdaten,...

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