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Karrieremapping für Nautikerinnen und Nautiker

Eine evidenzbasierte Analyse von Handlungsempfehlungen zur Einrichtung eines "Graduiertenkolleg Nautik</I>

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Susanne Neumann

Das Buch liefert Handlungsempfehlungen für die Einrichtung eines Graduiertenkollegs Nautik, das im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen bis heute nicht existiert. Inhaberinnen und Inhaber nautischer Befähigungszeugnisse sind bei Berufsantritt für den Dienst an Bord gut qualifiziert. Ein Karriereweg in wissenschaftliche Bereiche wird nach der Zeit auf See aber selten in Betracht gezogen. Ein möglicher Grund könnte im Mangel an strukturierten Promotionsmöglichkeiten im Rahmen eines Graduiertenkollegs liegen. Die Autorin zeigt, wie etwaige Kompetenzlücken geschlossen und so der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn für Nautikerinnen und Nautiker erleichtert werden könnte. Die Handlungsempfehlungen basieren u. a. auf Erstellung und Abgleich eines Anforderungs-, Kompetenz- und Erwartungsprofils.
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7. Benchmarkanalyse (BMA) ausgewählter Qualifizierungssysteme auf Graduiertenniveau

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Nachdem durch Abgleich von Kompetenz-, Anforderungs- und Erwartungsprofil Kompetenzlücken („Gaps“) als potenzielle Karrierebarrieren identifiziert wurden, sollen in diesem Abschnitt Handlungsempfehlungen zum Füllen dieser Lücken erarbeitet werden. Die Handlungsempfehlungen werden abgeleitet aus der Betrachtung verschiedener Qualifizierungssysteme, die eine Karriere in Forschung, Wissenschaft und Lehre durch Graduiertenprogramme ermöglichen. Zielsetzung ist hier also nicht, für den Weg zum Erwerb der Befähigung zur nautischen Wachoffizierin bzw. zum nautischen Wachoffizier oder für das grundständige Nautik-Studium Änderungsvorschläge zu entwerfen – vielmehr sollen Schlussfolgerungen für die Ausgestaltung einer Doktorandenausbildung an Hochschulen für Nautikerinnen und Nautiker aus der Analyse ausgewählter Qualifizierungssysteme gezogen werden.

Die Betrachtung anderer Qualifizierungssysteme, um daraus Rückschlüsse für die Doktorandenausbildung von Nautikerinnen und Nautikern zu ziehen, ist eine Methodik die als Benchmarking bezeichnet wird: „Zwar lernten die Menschen schon immer durch Beobachtung und Nachahmung, zunächst aus der Natur und später auch von anderen Menschen. Den entscheidenden Unterschied macht aber das bewusst und strategisch eingesetzte Prinzip des Lernens von Anderen“ (Mertins und Kohl 2009a: 24 f.). Der hinter einer Benchmarkanalyse stehende Gedanke ist die Erkenntnis, dass erst durch einen Blick über den eigenen Tellerrand ungeahntes Verbesserungspotenzial freigelegt und so ein erheblicher Leistungssprung ermöglicht wird (vgl. Mertins und Kohl 2009a: 20). In diesem Sinne unterstützt das Benchmarking die strukturierte und zielorientierte Suche nach neuen Ideen für Methoden, Verfahren, Produkte, Dienstleistungen und Prozesse außerhalb der eigenen Organisationsumwelt – in diesem Fall wird außerhalb der...

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