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Gab es einen Stalin-Hitler-Pakt?

Charakter, Bedeutung und Deutung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrages vom 23. August 1939

Edited By Christoph Koch

Der Sammelband gibt eine Antwort auf die in Politik und Wissenschaft verbreitete Totalitarismustheorie, die den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom 23.8.1939 als Verständigung zweier wesensverwandter Diktaturen über die Aufteilung Europas und der Welt interpretiert. Die Beiträge erhellen den tatsächlichen Charakter des Vertrags, die deutschen und die sowjetischen Motive für seinen Abschluss sowie seine Bedeutung für die militärische Niederringung des Dritten Reiches und damit für die europäische Nachkriegsordnung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Scheitern der sowjetischen Bemühungen um die Schaffung einer britisch-französisch-sowjetischen Allianz gegen die Achsenmächte und den Auswirkungen des Vertrages auf die Organisationen des antifaschistischen Widerstands.
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Der sogenannte Stalin-Hitler-Pakt – monströses Einverständnis oder lauerndes Mißtrauen?

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Der vorliegende Sammelband vereinigt die für den Druck teilweise überarbeiteten und erweiterten Beiträge einer internationalen ­wissenschaftlichen Konferenz von Philosophen, Historikern und Vertretern von Organisationen und Einrichtungen der historischen Erinnerung und Mahnung aus Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Kanada, Polen und Rußland zum Thema des Buchtitels, die im Februar 2014 an der Freien Universität Berlin stattfand. Der Gedanke der Tagung entstand im Schoß der Deutsch-­Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland e. V., die zu den Mitveranstaltern der Tagung gehörte.

Die Tagung ist die vierte einer Reihe wissenschaftlicher Konferenzen, die seit 2007 an der Freien Universität stattfinden und die alle in der einen oder anderen Weise den deutsch-polnischen Beziehungen von der Zeit vor dem Ersten bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gewidmet sind. Die Tagung ist ein letz­tes noch offenes Legat meines Lehrers Helmut Ridder, Professor für Öffentliches Recht und die Wissenschaft von der Politik an der Universität Gießen, bei dem ich nie eine Vorlesung gehört oder ein Seminar besucht habe, bei dem ich jedoch im Lauf einer mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit im Vorstand der ältesten Deutsch-­Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik in eine anspruchsvolle historische, juristische und demokratische Schule gegangen bin. Helmut Ridder ist einer der wenigen Demokraten, die die bundesdeutsche Nachkriegszeit hervorgebracht hat, und er ist unter der überschaubaren Schar wohl der einsichtsreichste, unbeirrbarste und beharrlichste, ein konservativer Demokrat, der der Bundesrepublik zeitlebens abverlangt hat, doch endlich zu der Republik zu werden, die sie im...

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