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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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11. Zweiter empirischer Teil: Anwendung des Beobachtungsinstrumentes und deskriptive Analyse von Handlungskompetenz bei ausgewählten Erzieher/innen

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Im ersten empirischen Teil der Studie wurde ein dreiteiliges Beobachtungsinstrument entwickelt, das mithilfe von Handlungsbeobachtung videografierter pädagogischer Angebote als Grundlage für die Erfassung und Beschreibung von Handlungskompetenz der Erzieher/innen dient. Der zweite empirische Teil der Studie dient der instrumentgestützten und längsschnittlichen Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz ausgewählter Erzieher/innen in Kontexten früher naturwissenschaftlicher Bildung. Bei der Anwendung stellt sich die Frage, welche Indikatoren von Handlungskompetenz bezogen auf welche Erzieher/innen tatsächlich erfasst und auf welche Weise beschrieben werden können.

Bei der Anwendung des generierten Beobachtungsinstrumentes und bei der Analyse der Handlungskompetenz wird einem vertieften Forschungsinteresse nachgegangen. Dieses bezieht sich zunächst darauf, inwiefern die Erzieher/innen das Fragenstellen bei Kindern in naturwissenschaftlichen Bildungsangeboten ermöglichen. Damit wird exemplarisch der Aspekt Geduld (G4) bei den Erzieher/innen als Indikator von Handlungskompetenz nach Zimmermann (2011) herausgegriffen und auf der Basis der entsprechenden hermeneutischen Brücke interpretiert (s. Kapitel 10.7, Tabelle 40).

Das vertiefte Forschungsinteresse begründet sich dadurch, dass Dhein (2011) in ihrer explorativen Fallstudie festgestellt hat, dass Kindergartenkinder im Alter von vier bis sechs Jahren beim Explorieren und Experimentieren mit Naturphänomenen in ihrem Lernprozess (Bedeutungsentwicklung) bis zu den Komplexitätsebenen der !Eigenschaften und Ereignisse kommen können. Diese beiden Ebenen implizieren, dass sich die Kinder durch die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen von unsystematischen Explorationen zu immer systematischerem Explorieren und Experimentieren gelangen können. Erst auf den Ebenen der Eigenschaften und Ereignisse seien die Kinder in der Lage, eine Fragehaltung zu zeigen,...

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