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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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2. Professionalisierung in der Frühpädagogik

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Seit den ersten Pisa-Ergebnissen im Jahr 2000 werden „in hohem Tempo“ (vgl. Rabe-Kleberg, 2008) intensive Maßnahmen ergriffen, um das noch durch ausbaufähige Forschungsinfrastruktur gekennzeichnete und bislang wenig erforschte Feld der Frühpädagogik in vielfältiger Hinsicht zu professionalisieren. Bei der Auseinandersetzung mit Erzieher/innen und ihrer beruflichen Tätigkeit der Frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) im Kindergarten treten seit etwa einem Jahrzehnt Schlagworte wie Frühpädagogik als Profession, Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte und pädagogische Professionalität von Erzieher/innen (vgl. Mischo & Fröhlich-Gildhoff, 2011; vgl. Nentwig-Gesemann, 2013, S. 10) in Erscheinung. Sie verweisen auf intensive Bemühungen zur Verbesserung der Qualität von Kindergärten, des beruflichen Handelns von Erzieher/innen und letztlich der frühkindlichen Bildung.

Die Entwicklungsprozesse, die dazu beitragen, die Pädagogik der frühen Kindheit als eine Profession zu sehen, werden in sogenannten merkmals- bzw. indikatorengestützten Ansätzen beschrieben. Beispielsweise stellt Nentwig-Gesemann (vgl. 2013, S. 10) folgende Veränderungsprozesse in der Frühpädagogik als Professionskennzeichen zusammen:

– Eine an deutschen Hochschulen in neu eingerichteten frühpädagogischen Studiengängen mögliche „akademische Ausbildung von KindheitspädagogInnen“ verdeutlicht die Akademisierung des Feldes.

– Eine „wissenschaftlich-theoretische und durch Forschung abgesicherte Fundierung der frühpädagogischen Praxis“ erweist sich als Professionskennzeichen.

– Eine „forschende Haltung“ einer Erzieher/in, ihre Bereitschaft zur „Eigenverantwortung“ und zur „Handlungsautonomie“ tragen zur Professionsbildung bei.

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