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Prag in der amerikanischen Literatur: Cynthia Ozick und Philip Roth

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Simone Kraus

Präsentation und Signifikanz Prags im Erzählwerk von Cynthia Ozick und Philip Roth bilden das zentrale, bislang nicht erforschte Thema dieses Buches. Die Verbindungen, die durch Ozicks Rückgriff auf die Prager jüdische Legendentradition und Roths durch Kafka ausgelöste Befassung mit dem Prag der 1970er Jahre zur amerikanischen Gegenwart hergestellt werden, verdeutlichen die transatlantische Ausstrahlung dieser traditionsreichen europäischen Stadt, die nicht nur als Brücke zwischen den Kontinenten, sondern auch als Vorbild und Gedächtnisort fungiert. Um das überragende Wirkpotenzial dieser zum American Icon erwachsenen Stadt aufzuzeigen, bedient sich die Autorin der Theorien der Imagologie und Ikonologie und erkundet die historischen Grundlagen sowie die vorausgegangenen literarischen Darstellungen.
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4 The Puttermesser Papers (1997): "Her mind was clean; she was a rationalist" – Puttermessers mentale Zeitreise nach Prag und ihre Vision einer Erneuerung New Yorks

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4   The Puttermesser Papers (1997): "Her mind was clean; she was a rationalist"101 – Puttermessers mentale Zeitreise nach Prag und ihre Vision einer Erneuerung New Yorks

4.1   "To be a Jew is to be covenanted":102 Cynthia Ozicks Selbstverständnis als Jüdin und die Bedeutung des Judentums für ihr Erzählwerk

"'You can't be read; you have to be studied.' My father meant it as praise; it wasn't a philistine comment."

– Cynthia Ozick, Interview by E. M. Kauvar, 1985

Sobald ein Roman von Cynthia Ozick ins Zentrum einer wissenschaftlichen Untersuchung rückt, stellt sich unweigerlich die Frage, wie Ozick die oft diskutierte Bezeichnung "jüdisch-amerikanische" bzw. "amerikanisch-jüdische Schriftstellerin" beurteilt. "For years now critics have debated whether there is such a thing as American Jewish literature, whether it ever existed, and if it is now dead. […] The fact, stance, and celebrity status of Cynthia Ozick suggest that American Jewish literature continues to exist" (Lyons 13). Aus Allegra Goodmans Aufsatz "Writing Jewish Fiction In and Out of the Multicultural Context" (1997) geht hervor, dass Ozick der Verwendung des Kompositums "Jewish American" äußerst kritisch gegenübersteht. Goodman führt ihre Beobachtungen auf ein Gespräch mit Ozick zurück, das in den 1990er Jahren103 an der Stanford University stattfand:

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