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inklings – Jahrbuch für Literatur und Ästhetik

Düstere Aussichten – Margaret Atwoods imaginative Expeditionen in das Unwohnliche"- </I>Symposium 27. und 28. September 2014 in Düren

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Edited By Dieter Petzold

Inklings nannte sich eine Gruppe von Schriftstellern und Geisteswissenschaftlern in Oxford, deren bekannteste Mitglieder J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis waren. Die Inklings-Gesellschaft e. V. widmet sich seit 1983 dem Studium und der Verbreitung der Werke dieser und ihnen nahestehender Autoren sowie der Analyse des Phantastischen in Literatur, Film und Kunst allgemein. Ihre Jahrestagungen werden in Jahrbüchern dokumentiert. Dieser Band enthält neun Vorträge der Tagung Düstere Aussichten – Margaret Atwoods imaginative Expeditionen in das Unwohnliche, die 2014 in Düren stattfand und sich neben Atwoods Romanen auch mit der Rolle des Nordens in der Literatur beschäftigte. Fünf weitere Beiträge und zahlreiche Rezensionen ergänzen das Buch.
Inklings was the name of a group of Oxford scholars and writers whose best-known members were J.R.R. Tolkien and C.S. Lewis. The German Inklings-Gesellschaft, founded in 1983, is dedicated to the discussion and dissemination of their works and of writers commonly associated with them and to the study of the fantastic in literature, film and the arts in general. The proceedings of the annual Inklings conferences are being published in yearbooks. This volume contains nine papers presented at the 2014 conference on Dark Visions – Margaret Atwood’s Imaginative Travels into the Regions of the Uncomfortable. The contributions deal with Atwood’s novels and also with the role of the North in literature at large. In addition, there are five general articles and numerous reviews.
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Die Bedeutung von Norden für die menschliche Orientierung

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← 128 | 129 → Julia Frankenstein

Landkarten bieten eine vereinfachte, aber räumlich komplette und ausreichend exakte Basis, um Navigationserfahrungen und räumliches Wissen zu integrieren und zu strukturieren. Sie sind sehr praktisch, um sich einen ‚Überblick‘ über unbekannte Umgebungen zu verschaffen und deren Struktur zu verstehen, und um unbekannte Teile einer Umwelt in die korrekte räumliche Beziehung zu bekannten Teilen zu setzen. Unsere ‚Karte im Kopf‘ scheint nach Norden ausgerichtet zu sein, weil in unserer westlichen Kultur Landkarten nach Norden ausgerichtet sind.

Maps offer a simplified but spatially complete and sufficiently exact basis for integrating and structuring navigational experiences and spatial knowledge. They are very useful for gaining a survey of unknown areas, for understanding their spatial structure and for relating unknown parts of an environment correctly to known parts. Our ‘map in the head’ seems to be directed to the north because in our western culture maps are north-oriented.

Wie finden wir unseren Weg ins Büro oder in unser Lieblingsrestaurant? Warum können wir nahezu ‘blind’ in unserer Wohnung navigieren? Gerade weil diese Fähigkeiten vielen Menschen so selbstverständlich erscheinen, wirken diese Fragen vielleicht trivial. Die Komplexität solcher Navigationsprobleme wird uns erst bewusst, wenn wir sehen, dass die Lösung dieser Aufgabe z.B. Robotern sehr schwer fällt, und dass Orientierung und Navigation auch für demente Menschen oder Menschen mit anderen Gedächtnisproblemen sehr problematisch oder sogar unmöglich sein kann. Wie also funktioniert ‚Orientierung‘ im menschlichen Gehirn? Woher...

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