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Zur Kultur der DDR

Persönliche Erinnerungen und wissenschaftliche Perspektiven- Paul Gerhard Klussmann zu Ehren

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Frank Hoffmann

Das Zusammenwachsen Deutschlands seit 1990 wurde von oft persönlich verletzenden Auseinandersetzungen über die Kultur der DDR und ihre ideologischen Grundlagen begleitet. Mancher Literatur- oder Bilderstreit wurde fast als Stellvertreterkrieg inszeniert. Die Beiträge dieses Bands plädieren, oft mit lebensgeschichtlicher Beglaubigung, für eine Versachlichung des Dialogs, ohne die Unterschiede von Diktatur und Demokratie einzuebnen. Mit einem weiten Kulturbegriff zeichnen sie ein differenziertes Bild kultureller Lebenswelten der DDR: von den Künsten und der Literatur über Wissenschaft, Mode, Konsumkultur und Auszeichnungswesen bis zu Geschichtsbewusstsein, Schule, Bildung und der Gegenwelt des evangelischen Pfarrhauses. Nationale und internationale Kontexte der DDR-Kultur werden erkennbar.
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Mein Bitterfelder Weg. Kultur und Produktion in der DDR

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Mein Bitterfelder Weg – Kultur und Produktion in der DDR

Paul Werner Wagner

Culture can be life-saving. On the basis of his personal experience as a student and young cultural activist, then as a political prisoner and “suspended“ in the production of the damned, Paul Werner Wagner comes to a balanced assessment of the concept of the link between culture and work as pursued by the Bitterfelder Weg. In addition to the ideological and production enhancing components of the concept and its abrupt end of 1965, the article shows also factors through which the Bitterfeld could have become socio-culturally effective and rewarding.

Seit mehr als 15 Jahren besteht nunmehr ein guter und regelmäßiger Kontakt zwischen mir und dem Team des Bochumer Instituts für Deutschlandforschung. In diesen Jahren gab es eine angenehme Zusammenarbeit und Projekte, an denen ich mitwirken durfte. Ich denke da an die seit 2008 im Zweijahresrhythmus durchgeführten Bochumer DEFA-Filmtage, an Filmseminare und Gesprächsrunden. Mein autobiografisch-kulturhistorischer Beitrag fügt sich daher in diese Kooperation ein und folgt der Einladung von Paul Gerhard Klussmann und Frank Hoffmann zu einem bewusst persönlich gehaltenen Blick auf Produktion und Kultur in der DDR – kurz gefasst im Bild meines Bitterfelder Wegs. Am persönlichen Beispiel will ich zeigen, wie das Konzept des Bitterfelder Wegs1 einer Annäherung von Arbeit und Kunst wirksam werden konnte in der DDR: wie der Zugang zu Kultur über persönliche Nöte und Einschränkungen hinweg helfen konnte, wie...

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