Show Less
Restricted access

Der Zusammenhang von fehlerhafter Rechnungslegung und Unternehmensfinanzierung

Eine empirische Untersuchung

Series:

Martin Puritscher

Der Autor hinterfragt die regelmäßig auftretenden Fälle fehlerhafter Rechnungslegung, welche die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) mit der BaFin aufdeckt. Er erarbeitet dazu ein breites Spektrum an Einflussfaktoren auf fehlerhafte Rechnungslegung und diskutiert bedeutsame Einzelfälle zur Rolle der Entlohnung und des Aktienhandels des Managements. Der Schwerpunkt seines Buches liegt auf einer Untersuchung des Zusammenhangs mit der Unternehmensfinanzierung. Die empirische Auswertung zeigt erstmalig, wie Unternehmen nach der Veröffentlichung fehlerhafter Rechnungslegung ihre Unternehmensfinanzierung ändern. Darüber hinaus liefert der Autor eine Analyse der Fehlermeldungen, die u. a. häufig verletzte Rechnungslegungsregeln aufzeigt.
Show Summary Details
Restricted access

9 Thesenförmige Zusammenfassung

Extract



1. Zahlreiche Bilanzskandale zu Beginn dieses Jahrhunderts und die Ausbreitung der IFRS ab dem Jahr 2005 haben zu Zweifeln an der Fähigkeit der bestehenden Enforcement-Einrichtungen für die Rechnungslegung wie internen Aufsichtsgremien und den Abschlussprüfern geführt, ob diese eine fehlerfreie Rechnungslegung und eine konsistente Umsetzung des neuen Regelwerks gewährleisten können. Daraufhin wurden in der Europäischen Union mehrere Reformen umgesetzt, wobei in Deutschland auch ein zweistufiges Enforcement-Verfahren für die Rechnungslegung etabliert wurde. Dieses ist seit dem 1. Juli 2005 aktiv. Auf der ersten Stufe ist die privatrechtlich organisierte DPR tätig, welche auf die Kooperationsbereitschaft der überwachten Unternehmen angewiesen ist und einen Großteil der Kontrolle verantwortet. Auf der zweiten Stufe schreitet die BaFin mit hoheitlichen Sanktionsrechten ein. Die Tätigkeit der DPR und der BaFin soll die Veröffentlichung fehlerhafter Rechnungslegung verhindern und somit das Vertrauen der Anleger in den Kapitalmarkt stärken.

2. Das deutsche Enforcement-Verfahren für die Rechnungslegung steht zwischen den beiden Polen der britischen und der US-amerikanischen Enforcement-Einrichtungen. Das britische FRRP muss sich v.a. auf die Kooperationswilligkeit der überwachten Unternehmen verlassen und publiziert lediglich Fälle einvernehmlicher Lösungen mit Unternehmen mit fehlerhafter Rechnungslegung. Sie kann jedoch die Finanzmarktaufsichtsbehörden einbinden, welche gewichtige Sanktionen verhängen können. Die SEC in den USA dagegen hat eine vergleichsweise hohe Mitarbeiterzahl für das Enforcement der Rechnungslegung sowie umfassende Hoheitsrechte, welche ihr zahlreiche Strafmaßnahmen erlauben. Neben Fehlermeldungen drohen z.B. Handelsausschlüsse, hohe Bußgelder und Berufsverbote....

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.