Show Less
Restricted access

Die deutschen Seehäfen im Fokus überregionaler Entwicklungspolitik

Eine Folgenabschätzung zum Nationalen Hafenkonzept

Series:

Iven Krämer

Hafenpolitik ist Ländersache – dieser traditionelle Grundsatz wird zunehmend durch eine überregionalen Zielen verpflichtete Hafenplanung ersetzt. Das Buch dokumentiert, dass sich das über Jahrzehnte bewährte System der Hafenentwicklungsplanung in Deutschland im Umbruch befindet und dass der Aspekt der Hafenkooperation sowohl auf freiwilliger Basis als auch in Ausfüllung rechtlicher Vorgaben eine wachsende Bedeutung erlangt. Das fortschreitende Wachstum der Schiffsgrößen mit den damit verbundenen technischen, infrastrukturellen und logistischen Anforderungen sowie die Herausforderungen der Energiewende dominieren die jüngere Entwicklung und Perspektive der deutschen Seehäfen. Über das Nationale Hafenkonzept sucht der Bund deshalb nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten.
Show Summary Details
Restricted access

7. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Extract

7. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Die Seehäfen an der deutschen Küste stehen seit mehreren Jahren im Fokus einer überregionalen Zielen verpflichteten Entwicklungspolitik und das im Jahr 2009 erstmals beschlossene Nationale Hafenkonzept für die See- und Binnenhäfen markiert einen bedeutenden Schritt auf dem Weg hin zu einer stärkeren Rolle des Bundes für die künftige Entwicklung der deutschen Seehäfen an Nord- und Ostsee.

Die bisherige Hafenentwicklung, die aus der Perspektive der Küstenländer sehr eng mit der regionalen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik verbunden ist, allerdings war von einem anderen Aufgabenverständnis mit einem eindeutigen und alleinigen Gestaltungsanspruch der Küstenländer geprägt und der Bund hatte bis dato eher einen Beobachterstatus.

Rückblickend betrachtet ist die Seehafenentwicklung in Deutschland dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Hafenstandorte ihrer umschlaggüterspezifischen Ausrichtung und Kundenstruktur entsprechend nahezu kontinuierlich erweitert und ausgebaut worden sind. Einzelne Areale, die aufgrund veränderter Mikrostandortbedingungen den gestiegenen Anforderungen der Seeverkehrs-, Hafen- und Logistikwirtschaft nicht mehr folgen konnten, sind dabei zwar sukzessive aus der hafengewerblichen Nutzung ausgeschieden, doch insgesamt sind die Häfen in Analogie zu den Umschlag- und Transportmengen und auch im Hinblick auf neue Trends wie zuletzt die Energiewende in ihrem Leistungsspektrum sowie in ihrer Fläche erheblich gewachsen.

Gerade die in vielen deutschen Häfen bis 2008 zu beobachtende überdurchschnittlich dynamische Umschlagentwicklung, die sich für die Nordseehäfen besonders deutlich im Containersektor und für die Ostseehäfen im Segment der Ro-Ro- und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.