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Wie flektieren Schulkinder die Vergangenheitsformen starker Verben?

Untersuchungen zu Dritt-, Fünft- und Siebtklässlern

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Sonja Wonner

Das Buch ist besonders von Interesse für Linguisten, Psycholinguisten, Sprachdidaktiker und Lehrer. Die umfangreiche Studie mit 146 Schulkindern untersucht, wie sich die Präterital- und Partizipformen starker Verben von der 3. über die 5. zur 7. Jahrgangsstufe entwickeln. Daten sind Bildergeschichten und Lückentexte, zwei in der Schulpraxis häufig verwendete Textsorten. Beide beeinflussen die Fehlerhäufigkeit in der Präteritalbildung. Detaillierte Fehleranalysen zeigen, wie sich die Strategien der Schulkinder verändern. Formen wie * schwimmte, * schwammte oder * schwumm sind Ausprägungen verschiedener Entwicklungsphasen, die anhand eines Modells erläutert werden.
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10. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

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Die zentralen Fragestellungen der vorliegenden Studie lauten:

A) Wie entwickeln sich die Präterialbildungen starker Verben von der 3. über die 5. zur 7. Jahrgangsstufe?

B) Wie entwickeln sich die Partizipbildungen starker Verben von der 3. über die 5. zur 7. Jahrgangsstufe?

Der Gebrauch dieser Verbformen wurde in zwei Textsorten überprüft: in je einem Lückentext zu den Präterital- und Partizipformen und in einer schriftlichen Bildergeschichte, die nach dem Anschauen eines Zeichentrickfilms verfasst wird. Von den Drittklässlern wurde diese Geschichte zusätzlich mündlich erzählt. Die Studie analysiert somit die Entwicklung der Vergangenheitsformen von 8-, 11- und 13- jährigen Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen Textsorten und Modalitäten. Die Untersuchung dieser Altersgruppen ist notwendig, da einige Forscher annehmen, Kinder ab zwei Jahren würden bereits über das gleiche System der Vergangenheitsbildung wie die Erwachsenen verfügen (vgl. Marcus et al. 1992, Clahsen & Rothweiler 1993, Weyerts & Clahsen 1994). Zwar wurden acht- bis zehnjährige Kinder bereits in Untersuchungen einbezogen (vgl. Bybee & Slobin 1982, Lindner & Kieferle unveröffentlichtes Manuskript, Kieferle 2006), doch mit Fünft- und Siebtklässlern wird eine bisher in der Forschung unberücksichtigte Altersgruppe überprüft.

Es soll festgestellt werden, ob die 11- bis 13jährigen Schulkinder noch Fehler in der Vergangenheitsbildung starker Verben machen und wenn ja, wie sich ihre Fehler von denen der Drittklässler unterscheiden. Bybee und Slobin (1982) zeigen, dass sich die Schemata der...

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