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Multidisciplinary Approaches to Multilingualism

Proceedings from the CALS conference 2014

Edited By Kristina Cergol Kovačević and Sanda Lucija Udier

This volume offers a selection of twenty papers presented at the 28 th International Annual Conference of the Croatian Applied Linguistics Society held in 2014. The authors’ reflections on Multidisciplinary Approaches to Multilingualism fall into four different areas of investigation: 1) bilingual and multilingual studies focusing on research in foreign, second and lingua franca issues, 2) language policy and planning, 3) translation studies, lexis and lexical relations and 4) experimental research into language processing. The volume addresses an international audience and places a number of Croatian-based considerations onto the international applied linguistics scene.
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Sprache und Interesse oder warum der europäische Einigungsprozess am „Kampf der Sprachen“ scheitern kann

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Zusammenfassung

Anders als es auf den ersten Blick den Anschein hat, ist die Sprachenpolitik der Europäischen Union keineswegs einheitlich, vielmehr ist sie entlang demokratie- und effizienzpolitischer Kriterien zahlreichen Widersprüchen unterworfen. Hiervon ist der Widerspruch zwischen den Empfehlungen der Europäischen Union, die Mehrsprachigkeit der europäischen Bürger durch das Erlernen von mindestens zwei Fremdsprachen in den nationalen Bildungssystemen zu fördern, und der Arbeitssprachenregelung in den Organen der Europäischen Union mit der Dominanz von Englisch als globaler Kommunikationssprache nur der offensichtlichste.

Der Beitrag untersucht die Argumentationslinien dieser Sprachenpolitik und konfrontiert sie mit den Interessen anderer sprachenpolitischer Akteure, die sich der globalen „Lingua franca“ Englisch bedienen, um schneller und effektiver die kommunikativen Ressourcen dieser Weltverkehrssprache zu nutzen. Der Preis, der hierfür gezahlt wird, ist das Zurückdrängen aller anderen Nationalsprachen aus zahlreichen Domänen der internationalen Kommunikation. Dies wirft eine Reihe von Fragen auf, die den Kern des europäischen Projekts als Gemeinschaft von Gleichen betreffen: nämlich wie man mit sprachlicher, ethnischer und kultureller Heterogenität als Gründungsmythos der Europäischen Union im Kontext eines anderen Mythos, dem der Globalisierung, umgehen soll oder muss.

Der Beitrag versucht, wesentliche Begriffe dieser Auseinandersetzung zu dekonstruieren und die hinter unterschiedlichen sprachenpolitischen Strategien verborgenen Interessen deutlich zu machen. Ein Fokus des Beitrags ist hierbei auf sprachenpolitische Implikationen der Wissenschafts- und Bildungspolitik in Europa gerichtet, die deshalb von besonderem Interesse ist, weil sie weitreichende Konsequenzen für das Gelingen oder...

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