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«Quo vadis, Kommunikation?» Kommunikation – Sprache – Medien / «Quo vadis, Communication?» Communication – Language – Media

Akten des 46. Linguistischen Kolloquiums in Sibiu 2011- Proceedings of the 46 th Linguistics Colloquium, Sibiu 2011

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Edited By Ioana-Narcisa Cretu

Quo vadis, Kommunikation? Kommunikation – Sprache – Medien ist der Tagungsband des 46. Linguistischen Kolloquiums an der Lucian-Blaga-Universität in Sibiu/Hermannstadt, Rumänien. Die Essays beleuchten die Rolle der Medien in der heutigen Kommunikation: sie sind zugleich Ausgangspunkt oder Anwendungsgebiet von Betrachtungen zu den traditionellen Kernbereichen der Linguistik oder zur Angewandten Linguistik. Der Band umfasst Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache von 30 verschiedenen Universitäten aus 14 Ländern.
Quo vadis, Communication? Communication – Language – Media presents contributions of the 46th Linguistics Colloquium at the University of Sibiu, Romania. The essays offer a critical review of the influence of modern media on communication and how media have become the subject of research in different linguistic fields. The volume comprises papers in German, English and French from 30 different universities.
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Das Konzept „russische Seele“ in den modernen deutschen Medien und seine Transformation im deutschen Sprachbewusstsein

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Europa kennt Russland nicht, weil es eben Russland nicht kennen will,oder, besser gesagt – es kennt Russland so, wie es ihm eben passt,d. h. wie es seinen vorgefassten Meinungen […] entspricht(Danilewsky, Russland und Europa, 1920).

1    Einführung

Der Begriff Seele gehört, nach der Meinung A. Wierzbickas, neben den Begriffen Melancholie und Schicksal zu den drei Grundkonzepten der russischen Sprache und Kultur und nimmt im russischen Sprachbild der Welt eine starke Stellung ein (Wierzbicka, 1990). Dem stimmen auch unsere russischen Linguisten zu, die, unter so grundlegenden Ideen des russischen Sprachbildes der Welt wie Seele, Schicksal, Melancholie, Glück, Trennung, Gerechtigkeit, Kränkung usw., die Wort-Idee Seele auch an den ersten Platz stellten (Зализняк, Левонтина, Шмелев 2005). Die deutschen Linguisten B. Henn-Memmesheimer und G. Albert verwenden in Bezug auf „Russische Seele“ den Begriff „Topos“ (Henn-Memmesheimer, Albert 2010, 20), den sie mit dem Literaturwissenschaftler Lothar Bornscheuer folgendermaßen definieren: „nicht so sehr als ‚Allgemeinplatz‘ des Wissens, sondern als ‚Argumentationsgesichtspunkt‘, der in bestimmten Diskurstraditionen anerkannt ist“ (aus der E-Mail vom 13.10.2011 von Prof. Dr. B. Henn-Memmesheimer an Prof. Dr. V. Stepanenko).

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