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Topografías culturales del Camino de Santiago – Kulturelle Topographien des Jakobsweges

Edited By Javier Gómez-Montero

A la luz de los más recientes estudios jacobeos, escritos de peregrinación y la literatura ficcional o testimonial, en el volumen se contrastan relatos de viajeros a Compostela procedentes de los confines de Europa con la iconografía jacobea, incidiendo también en espacios hasta ahora poco estudiados. Se va así completando el mapa de la cultura jacobea en toda Europa desde la Edad Media hasta nuestros días. Desde siempre las señas de identidad del Camino de Santiago quedaron reflejadas en la literatura, el arte y hoy en los espacios virtuales, como espacio de la memoria individual y colectiva, de la imaginación y de la identidad. La perspectiva interdisciplinar del libro abre nuevas calas en la enorme proyección histórica, artística y literaria del culto jacobeo no sólo en Europa, sino incluso en Argentina, haciendo especial hincapié en los aspectos más específicos del imaginario propio de cada región.
Pilger- und Reiseberichte, fiktionale und autofiktionale Texte sind ebenso Gegenstand der Studien wie die ikonographischen Modelle und Traditionen, die in ihrer räumlichen Ausdifferenzierung im Laufe der Jahrhunderte entstanden und für die Konstitution eines spezifischen Imaginariums maßgeblich geworden sind. Literatur, Kunst und Medien reflektieren den Jakobsweg als einen Raum der Erinnerung, der Identität, der Sprachen und der Imagination. Die transdisziplinäre Perspektive des Bandes schlägt neue Seiten in der Erforschung des Jakobsweges auf, indem dessen anthropologische Projektion bis in unsere Tage hinein ins Auge gefasst wird und dabei bisher kaum berücksichtigte Aspekte und Räume des literarischen, kunsthistorischen und ethnographischen Imaginariums nicht nur in Europa, sondern zum Beispiel auch in Argentinien untersucht werden.
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Quer durch Europa. Santiagopilger aus Skandinavien

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Unter den europäischen Santiagopilgern des Mittelalters gehörten die Skandinavier eindeutig zu denjenigen, welche die weitesten Distanzen zurückzulegen und damit auch die größten Mühen auf sich zu nehmen hatten, um nach Galizien und wieder zurück zu gelangen. Weshalb machten sie sich auf den weiten Weg? Handelte es sich nur um einige wenige Pilger aus abgelegenen Ecken Europas? Gab es Charakteristika der skandinavischen Santiagopilger im Vergleich zu den Pilgern aus anderen Teilen Europas? Welche Bedeutung hatten die Pilgerfahrten nach Santiago für die nordische Gesellschaft und Kultur?

Die Christianisierung des Nordens erstreckte sich über einen langen Zeitraum, vom 9. und 10. Jahrhundert an in Dänemark, gefolgt im 10. und 11. Jahrhundert von Norwegen und Island, danach Schweden, bis hin zu Finnland im 12. und 13. Jahrhundert, wobei die nördlichen Teile Skandinaviens (Lappland) erst nach dem Mittelalter einbezogen wurden. Charakteristisch sind zudem in allen Teilen Skandinaviens längere Übergangszeiten, während denen Elemente sowohl der alten als auch der neuen Religion oft über Generationen koexistierten, wie archäologische Funde immer wieder belegen. Dies beeinflusste auch das Eindringen des Heiligenkultes und des Pilgerwesens.1

Erste Hinweise auf skandinavische Pilger nach Jerusalem und Rom finden sich auf schwedischen Runensteinen des 10. und 11. Jahrhunderts sowie in den isländisch-norwegischen Sagatexten. Dokumente oder andere genauere Quellen existieren jedoch nicht für diese Anfangsperiode des skandinavischen Pilgerwesens. Dies trifft auch für die Anfänge der skandinavischen Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela zu; ein...

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