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Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein

Die Burgenlandschaft zwischen Elbe und Königsau im Hoch- und Spätmittelalter

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Edited By Oliver Auge

Der Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären Tagung zum Thema «Burgen in Schleswig-Holstein», die vom 20. bis 22. September 2013 in der Sparkassenakademie in Kiel stattfand. Ausgewiesene Burgenexperten der Bereiche Geschichte, Archäologie und Denkmalpflege skizzieren den aktuellen Forschungsstand, präsentieren neue Ergebnisse und zeigen Perspektiven auf, um das «vergessene Burgenland Schleswig-Holstein» wissenschaftlich weiter zu erschließen und es einer breiteren Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen. Zudem wird vergleichend auf die Entwicklungen in den Nachbarregionen Mecklenburg, Dänemark und Niedersachsen sowie in Südwestdeutschland eingegangen. Der Band vermittelt somit einen guten Eindruck zum Stand der aktuellen Burgenforschung weit über Schleswig-Holstein hinaus.
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Burgen und ihre Erforschung im heutigen Niedersachsen

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In the federal state of Lower Saxony, which consists of many historical regions, about 1.700 medieval castles can be detected – or at least their ruins. In the article the history of their scientific exploration is described, including information on researchers like Schuchardt, Jankuhn or Heine.

Im Raum des heutigen Niedersachsen lassen sich ca. 200 ur- und frühgeschichtliche Burgwälle und ca. 1.700 mittelalterliche Burgen und Burgruinen nachweisen.1 Allerdings gehen damit Denkmalpflege, Archäologie und Historische Wissenschaft über die bspw. im Lexikon des Mittelalters verwendete Definition einer Burg als einem „bewohnbaren Wehrbau, den eine Person oder eine Gemeinschaft zu ihrem Schutz als ständigen oder zeitweiligen Wohnsitz errichten“, hinaus.2 Auch werden befestigte Sitze wie Klosterburgen, Stadtburgen etc. einbezogen, während Landwehren, Langwälle und Festungsanlagen der Neuzeit sowie ummauerte Städte in der Regel nicht zu den Burgen gezählt werden.3

Unter Zugrundelegung dieser respektive sehr ähnlicher Prämissen werden wissenschaftliche Abhandlungen über Burgen im heutigen Niedersachsen seit ungefähr 150 Jahren verfasst. Sowohl Denkmalschützer als auch Archäologen waren hierbei aktiv, doch infolge der Konkurrenz um materielle Ressourcen ebenso wie aus der Einordnung in die vorherrschenden Diskurse agierten die beiden Gruppen teilweise mehr nebeneinander als koordiniert miteinander. Kontrovers wurde häufig die Frage diskutiert, ob der Schwerpunkt der Forschung eher der Bewahrung der mehr oder weniger umfangreichen oberirdischen Relikte oder der Erschließung der weiteren im Boden verborgenen Objekte gelten solle. Von Objekten, denen übergeordnete Bedeutung zugemessen wurde, einmal abgesehen, gingen Initiativen...

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