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Politische Bildung als Instrument zur Verbesserung der politischen Partizipation, des Politikinteresses und der Demokratiequalität

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Franz Zeilner

Demokratie setzt voraus, dass die Bürgerinnen und Bürger über Kompetenzen im Bereich der Politik verfügen. Dafür ist politische Bildung mit dem Kernbereich Demokratieerziehung selbst eine conditio sine qua non. Diese Untersuchung beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von politischer Bildung an Schulen, politischer Partizipation, dem Politikinteresse und der Demokratiequalität. Es wird gezeigt, wie positiv sich politische Bildung von gut ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen auswirkt, und wie wichtig ein eigenes Fach «Politische Bildung» an österreichischen Schulen, Universitäten und Pädagogischen Hochschulen wäre.
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10. Studien bzw. Untersuchungen zu den Themen politische Partizipation und den wichtigsten Themen fÜr die Politik (Auswahl)

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10. Studien bzw. Untersuchungen zu den Themen politische Partizipation und den wichtigsten Themen für die Politik (Auswahl)

10.1 Das Thema politische Partizipation: Interview an einer Bundeshandelsakademie in Niederösterreich (Mai 2012)

Das gegenständliche Interview94 wurde von mir am 30. Mai 2012 mit einem Schüler einer dritten Klasse Handelsakademie im Bundesland Niederösterreich durchgeführt. Es erfolgte im Rahmen einer Schulaktivität, das war ein politisch-ökonomisches Planspiel mit der Bezeichnung „Globalisierung“. Der Zusammenhang mit Politik, Wirtschaftspolitik und Politischer Bildung war klar gegeben. Dieses politisch- ökonomische Planspiel war ein Rollenspiel, bei dem die Schüler/innen verschiedene Stakeholder, wie Firmenleitung, Betriebsrat, Gemeindevertretung, Presse usw. in einem vorgegebenen Setting, ein politisch-ökonomisches Problem – das war im konkreten Fall eine Betriebsabsiedelung – bearbeiten und auch lösen mussten. Dieses politisch-ökonomische Planspiel war bzw. ist auch eine aktuelle Möglichkeit politischer Partizipation für Jugendliche (Interview vom 30. Mai 2012, verwendeter Leitfaden siehe Anhang).

Die Auswertung des mittels Diktaphon aufgenommenen und transkribierten Interviews ergab folgendes Ergebnis:

Aus Sicht des interviewten Schülers einer dritten Klasse der Handelsakademie bedeutet politische Partizipation für Jugendliche vor allem, dass sie an Wahlen, Volksbegehren, Unterschriftenaktionen, Umfragen usw. teilnehmen. An Wahlen teilnehmen wurde als besonders wichtig gesehen, selbst wenn keine Entscheidungsmöglichkeit besteht bzw. für eine konkrete Person keine Partei „wählbar“ ist. Weißwählen sei besser als nicht zu wählen. ← 119 | 120 →

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