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Rechtsfragen des Transferinvestments im Lizenzfußball

Zulässigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten

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Philipp Wackerbeck

Das Buch verdeutlicht die Rechtsprobleme von Transferinvestments, der sogenannten «third-party ownership», im Lizenzfußball. Die Investition Dritter in «Transfer-» oder «Spielerrechte» zwecks Beteiligung an der zwischen zwei Vereinen gezahlten Transferentschädigung wird von den Verbänden, insbesondere dem Weltfußballverband FIFA, kritisch gesehen. Beschränkungs- und Verbotsregeln wurden eingeführt, die nicht unumstritten sind. Philipp Wackerbeck entwickelt auf der Basis einer umfassenden Analyse verbands- und nationalrechtlicher Rahmenbedingungen einen Lösungsansatz. Er zeigt auf, dass Beschränkungen des Transferinvestments im Interesse des Sports zulässig sind, während ein vollständiges Verbot des Transferinvestments rechtswidrig ist.
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Einleitung

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Die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs hat ein auf dem südamerikanischen Kontinent verbreitetes Geschäftsmodell in den Fokus gerückt, das in Europa zunächst eher zurückhaltend praktiziert wurde, aber in Portugal fest etabliert ist, in England für eine der größten Kontroversen der britischen Profifußballgeschichte gesorgt hat und in den letzten Jahren bei einigen großen europäischen Transfers eine gewichtige Rolle spielte: Die Investition Dritter in Lizenzfußballspieler, international als third-party ownership1 bezeichnet.

A. Untersuchungsgegenstand

Unter einem third-party ownership versteht man ein Beteiligungsrecht am zukünftigen Transferwert eines Spielers, das eine dritte Rechtsperson, die selbst weder ein Spieler noch der den Spieler beschäftigende Club – ein im Fußball auftretender Verein oder die von diesem in eine Kapitalgesellschaft ausgegliederte Lizenzspielerabteilung – ist, durch Einsatz finanzieller Mittel erworben hat.2 Der Dritte3 partizipiert hierbei regelmäßig infolge einer Vereinbarung mit einem Club an der gegebenenfalls zukünftig von diesem Club vereinnahmten Transferentschädigung bei „Veräußerung“ eines bestimmten Spielers vor Ablauf des Spielervertrages.4 Daneben existieren weitere Konstruktionen der Teilhabe an einer erhofften Wertsteigerung eines Spielers, etwa eine Investmentvereinbarung mit dem Spieler selbst. Für die verschiedenen Investmentformen wird im Folgenden zusammenfassend der Begriff „Transferinvestment“ gebraucht, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der Begriff „Ownership“ im deutschen Recht aufgrund der Trennung von Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäft sowie der Differenzierung zwischen Besitz und Eigentum nicht auf die Beteiligung an Transferrechten passt.5

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