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Rechtsfragen des Transferinvestments im Lizenzfußball

Zulässigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten

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Philipp Wackerbeck

Das Buch verdeutlicht die Rechtsprobleme von Transferinvestments, der sogenannten «third-party ownership», im Lizenzfußball. Die Investition Dritter in «Transfer-» oder «Spielerrechte» zwecks Beteiligung an der zwischen zwei Vereinen gezahlten Transferentschädigung wird von den Verbänden, insbesondere dem Weltfußballverband FIFA, kritisch gesehen. Beschränkungs- und Verbotsregeln wurden eingeführt, die nicht unumstritten sind. Philipp Wackerbeck entwickelt auf der Basis einer umfassenden Analyse verbands- und nationalrechtlicher Rahmenbedingungen einen Lösungsansatz. Er zeigt auf, dass Beschränkungen des Transferinvestments im Interesse des Sports zulässig sind, während ein vollständiges Verbot des Transferinvestments rechtswidrig ist.
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Vierter Teil: Rechtliche Bewertung der Beteiligung Dritter an Transferrechten

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Die wirtschaftliche Prämisse des Transferinvestments ist, dass Unternehmen oder Einzelpersonen einem Fußballclub für die Übertragung eines Anteils am zukünftigen Transferwert eines Spielers Geld zahlen.532

In rechtlicher Hinsicht stellt sich die Frage, ob beim Transferinvestment eine Beteiligung an einem Transferrecht des Clubs stattfindet, ob es also eine konkrete Rechtsposition gibt, von deren Nutzung durch den Club der Investor profitiert oder an der er sogar selbst Nutzungsrechte erwirbt. Wenn es eine solche Rechtsposition nicht gibt oder wenn der Club diese nicht übertragen kann, dann kann das Recht des Transferinvestors sich immer nur unmittelbar aus dem schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäft mit dem Club ergeben, es fände keine Verfügung über etwaige Rechte des Clubs statt.

Für die zivilrechtliche Qualifikation eines jeden Transferinvestments als Rechtsgeschäft kommt es daher darauf an, ob sich das Investment im konkreten Fall auf eine rein prozentuale bzw. summenmäßige Beteiligung am Transfererlös beschränkt, oder ob der Club zusätzlich dem Investor eine Rechtsposition zu verschaffen versucht, die über den Beteiligungsanspruch hinausgeht.

Denkbar sind drei Varianten, nämlich erstens die Vereinbarung einer gegenüber dem Investor begründeten Verpflichtung des Clubs auf Zahlung einer am Transferwert orientierten Geldsumme, zweitens die Abtretung eines Teils des erwarteten zukünftigen Anspruchs auf Zahlung einer Ablösesumme gegen einen dritten Club oder drittens eine Vereinbarung, die neben der Beteiligung am Transferwert im Sinne der ersten beiden Varianten, eine weitere Verpflichtungen des Clubs gegenüber dem Transferinvestor und damit...

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