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Rechtsfragen des Transferinvestments im Lizenzfußball

Zulässigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten

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Philipp Wackerbeck

Das Buch verdeutlicht die Rechtsprobleme von Transferinvestments, der sogenannten «third-party ownership», im Lizenzfußball. Die Investition Dritter in «Transfer-» oder «Spielerrechte» zwecks Beteiligung an der zwischen zwei Vereinen gezahlten Transferentschädigung wird von den Verbänden, insbesondere dem Weltfußballverband FIFA, kritisch gesehen. Beschränkungs- und Verbotsregeln wurden eingeführt, die nicht unumstritten sind. Philipp Wackerbeck entwickelt auf der Basis einer umfassenden Analyse verbands- und nationalrechtlicher Rahmenbedingungen einen Lösungsansatz. Er zeigt auf, dass Beschränkungen des Transferinvestments im Interesse des Sports zulässig sind, während ein vollständiges Verbot des Transferinvestments rechtswidrig ist.
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Siebter Teil: Bewertung einzelner Modelle nach deutschem Zivil- und Verbandsrecht

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Die vorstehenden Ausführungen haben deutlich gemacht, dass sich die Vereinbarung zwischen einem Club und einem Investor am deutschen Zivilrecht und am Verbandsrecht zu orientieren haben. Eine Abtretung des Freigaberechts ist schon nach dem Zivilrecht nicht und eine schuldrechtliche Einschränkung des Freigaberechts vor dem Hintergrund des zulässigen verbandsrechtlichen Beeinflussungsverbots nur in engen Grenzen möglich.

Ausgangpunkt für die Gestaltung des Transferinvestments ist zunächst die Interessenlage des Investors. Er kann an den Club einen bestimmten Betrag zahlen, den er – gegebenenfalls erhöht um eine „Rendite“ aus einem Transfer des Spielers – zurück erhalten möchte; er kann aber auch auf eine Rückzahlung ganz oder teilweise verzichten, möchte dann aber gesichert wissen, dass er eine seinem Einsatz entsprechende Gewinnchance aus einem Spielertransfer erhält und gegen Verlustrisiken soweit möglich geschützt wird.1143

Wegen des Beeinflussungsverbotes in Art. 18bisist das Investment so zu gestalten, dass der Investor keinen direkten Einfluss auf die Club-Belange nehmen kann, dies aus seiner Sicht aber auch nicht muss, weil er selbst bei unerwünschter Entwicklung seines Investments und Gefährdung seiner Gewinnchancen kein zu hohes Verlustrisiko eingeht; dies kann z. B. durch eine vorab getroffene Regelung bestimmter Rückzahlungen im Fall des ausbleibenden oder verlustreichen Transfers erfolgen.

Im Folgenden sollen im Hinblick auf die – insbesondere im 1. Teil vorgestellten –Konstellationen des Transferinvestments mögliche zivilrechtliche Vereinbarungen zwischen Club und Transferinvestor unter Berücksichtigung der im 5. Teil dargestellten verbandsrechtlichen Transferinvestmenthindernisse ausführlich dargestellt...

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