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Rechtsfragen des Transferinvestments im Lizenzfußball

Zulässigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten

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Philipp Wackerbeck

Das Buch verdeutlicht die Rechtsprobleme von Transferinvestments, der sogenannten «third-party ownership», im Lizenzfußball. Die Investition Dritter in «Transfer-» oder «Spielerrechte» zwecks Beteiligung an der zwischen zwei Vereinen gezahlten Transferentschädigung wird von den Verbänden, insbesondere dem Weltfußballverband FIFA, kritisch gesehen. Beschränkungs- und Verbotsregeln wurden eingeführt, die nicht unumstritten sind. Philipp Wackerbeck entwickelt auf der Basis einer umfassenden Analyse verbands- und nationalrechtlicher Rahmenbedingungen einen Lösungsansatz. Er zeigt auf, dass Beschränkungen des Transferinvestments im Interesse des Sports zulässig sind, während ein vollständiges Verbot des Transferinvestments rechtswidrig ist.
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Schlussbetrachtung Und Ausblick

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Die UEFA hat im Jahr 2013 ihre Auffassung bekräftigt, dass ein Transferinvestment vollständig zu verbieten sei, weil es ethische und moralische Fragen aufwerfe; es gefährde die Integrität und die Stabilität des sportlichen Wettbewerbs.1343 Die UEFA hat weiterhin eine Stellungnahme zu den Auswirkungen des Transferinvestments auf Fußballtrainer veröffentlicht. Nach Auffassung des UEFA Chief Technical Officer, Ioan Lupescu würden bei Einschränkungen der freien Willensentscheidungen des Spielers und bei fehlender Transparenz auch das Verhältnis zwischen dem Spieler und seinem jeweiligen Clubtrainer beeinträchtigt.1344

Seit einigen Monaten beschäftigt sich zudem die Europäische Kommission mit der Frage, wie mit dem Transferinvestment umzugehen ist. Am 8. April 2013 fand unter anderem hierzu ein Treffen zwischen dem UEFA Präsidenten Michel Platini und dem EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso statt.1345 Am 7. Februar 2013 hat sich die Europäische Kommission in einer Pressemitteilung1346 unter Bezugnahme auf eine in Auftrag gegebene Studie1347 auch zu Transferinvestments geäußert: „Um durch eine bessere und verstärkte Umverteilung einen fairen und ausgewogenen Wettbewerb zwischen den Vereinen herzustellen,“ schlägt die Studie eine Klärung der Frage der Inhaberschaft Dritter an Transferrechten vor, und zwar „durch die Annahme von Regeln zum Schutz der Unversehrtheit und Freiheit von Spielerinnen und Spielern sowie der Fairness im Sport.“ Diese Regeln sollten „Investitionen in den Sport nicht unverhältnismäßig behindern und im Einklang mit den EU-Rechtsvorschriften über den freien Kapitalverkehr stehen.“ Die Aussage der EU-Kommission lässt erkennen,...

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